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Erweiterte Weitergabe

Frontansicht eines Gemeindebaus.
Erweiterte Weitergabe

Auch ohne Bestehen des gesetzlich erforderlichen gemeinsamen Haushaltes ist, die Weitergabe des Mietrechts bei einer Gemeindewohnung möglich. Wenn die Hauptmieterin bzw. der Hauptmieter verstorben ist, ist eine erweiterte Mietrechtsfortsetzung nicht möglich.

Welche nahen Verwandten bzw. welche Ehepartnerin und welcher Ehepartner dürfen die Wohnung übernehmen?

  • Ihre Ehefrau bzw. Ihr Ehemann
  • Ihre eingetragene Partnerin bzw. Ihr eingetragener Partner
  • Ihre Kinder und Ihre Enkelkinder
  • Ihre Eltern und Ihre Großeltern
  • Ihre Geschwister
  • Ihre Adoptivkinder
  • Ihre Stief(enkel) und Ihre Pflege(enkel)kinder
  • Ihre Stief- und Ihre Pflegegeschwister

Welche Voraussetzungen muss die zukünftige Mieterin bzw. zukünftiger Mieter erfüllen?

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Sie sind seit mindestens fünf Jahren in Wien hauptgemeldet.
  • Sie unterschreiten die im § 11 WWFSG 1989 festgesetzten Einkommensgrenzen.
  • Es darf keine mietrechtlichen Bedenken geben.
  • Sie geben Ihre bisherige Wohnung auf und verlegen Ihren Hauptwohnsitz in Ihre neue Gemeindewohnung.
  • Die bisherige Mieterin bzw. der bisherige Mieter ist bis zum Zeitpunkt der Wohnungsübergabe ausgezogen.
  • Sie müssen der Überprüfung der elektrischen Anlage Ihrer Wohnung durch eine von uns beauftragte Firma zustimmen.

Welche Wohnungsgröße ist zulässig?

Ein Wohnraum pro anrechenbarer Person plus zusätzlich ein weiterer Wohnraum.

Mitziehende Personen müssen an der Adresse der Antragstellerin/des Antragstellers seit mindestens 2 Jahren den Hauptwohnsitz (ohne Nebenmeldung) führen, um der Personenanzahl angerechnet werden zu können.

Welche Unterlagen braucht Wiener Wohnen?

  • Urkunden, die das Verwandtschaftsverhältnis zur bisherigen Mieterin bzw. zum bisherigen Mieter belegen (wie zum Beispiel: Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Taufschein usw.),
  • Einkommensnachweis
  • einen Nachweis, dass Sie Ihre Vorwohnung aufgegeben haben (Auszug aus dem Grundbuch, Bestätigung der Hausverwaltung oder eine gerichtliche Aufkündigung).               

Welche Bestätigungen oder Befunde über den Zustand der Wohnung muss ich vorlegen?

  • Strom und Gasleitungen in Ihrer Wohnung müssen betriebssicher sein. Ein Befund muss uns dies bestätigen.
  • Strom- und vorhandene Gasleitungen in der Wohnung müssen betriebssicher sein. Dies ist durch einen Befund zu bestätigen. In Wohnungen mit fanggebundenen Feuerstätten ist der Nachweis über das Funktionieren des Luftverbundes (genügend Zuluft muss für die Verbrennung zur Verfügung stehen, ein gesundes Raumklima herrschen ) zu erbringen.

Wo können Sie die erweiterte Wohnungsweitergabe beantragen?

Sie vereinbaren einen persönlichen Termin in unserem Service-Center unter unserer Service-Nummer 05 75 75 75. Unsere Service-MitarbeiterInnen sind täglich 24 Stunden für Sie erreichbar.

Können Kosten für Sie entstehen?

Für Sie können Kosten entstehen, wenn Befunde notwendig sind oder wenn die elektrischen Anlagen in der Wohnung instandgesetzt bzw. brauchbar gemacht werden müssen.

Bei der Weitergabe der Wohnung kann auch der Mietzins angehoben werden. Die Anhebung Ihres Mietzinses erfolgt nach den Bestimmungen des Mietrechtsgesetzes.

Der Mietzins wird angepasst, wenn die Wohnung an folgende Personen weitergegeben wird:

  • Eltern, Großeltern
  • Volljährige Kinder, volljährige Enkel-, Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder,
  • Geschwister, Stief- und Pflegegeschwister
  • (Ehemalige) LebensgefährtInnen
  • Sonstige Familienangehörige

Die Mietzinshöhe hängt von der Ausstattungskategorie Ihrer Wohnung ab.

Welche Termine und Fristen müssen Sie einhalten?

Bei der erweiterten Weitergabe Ihrer Wohnung an Eltern, Großeltern, volljährige Kinder, volljährige Enkel-, Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder sowie an Ihre Geschwister, Stief- und Pflegegeschwister muss nach Terminvereinbarung eine Besichtigung durch eine/n unserer MitarbeiterInnen erfolgen.

Haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf die erweiterte Wohnungsweitergabe?

Nein, das haben Sie nicht. Auf die Gewährung der erweiterten Wohnungsweitergabe besteht kein Rechtsanspruch. Wir behalten uns auch vor, die erweiterte Wohnungsweitergabe abzulehnen. Mögliche Gründe für eine Ablehnung können ein Abbruch oder eine Sanierung der Wohnhausanlage sein, in die Sie einziehen wollen, oder wenn mietrechtliche Bedenken wie Mietzinsrückstände, Kündigungs- oder Räumungsverfahren gegen Sie bestehen.

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