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Goldschlagstraße 193-195

Hof-Informationen Goldschlagstraße 193-195

Detailinformationen

Goldschlagstraße 193-195

Adresse

Goldschlagstraße 193-195, 1140 Wien

Goldschlagstraße 193-195, 1140 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1925 - 1926

Anzahl an Wohnungen

47

Architekt*in

Heinrich Vana

Wohnungen

47

Waschküchen

1

Stiegen

3

Lokale

7

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Goldschlagstraße erinnert an einen alten Flurnamen. Der Straßenzug ist seit 1899 nach dem bereits 1375 erwähnten Weingartenried "Goldschlagen" benannt.

Die Wohnanlage wurde gegenüber dem Penzinger Friedhof, der 1859 als Ersatz für den alten Friedhof rund um die Pfarrkirche St. Jakob angelegt worden war, errichtet. Die heute denkmalgeschützte Wohnanlage steht in einer Gegend, in der sich damals zahlreiche Fabriken befanden. Neben Wohnungen für die Arbeiter der umliegenden Betriebe wurden beim Bau der Anlage zugleich ein Geschäftslokale, eine Werkstätte sowie Räume für die Wiener Arbeiterkrankenkasse eingeplant, die dort noch lange ihre Geschäftsstelle hatte.

Architektur und Kunst

Die in einer breiten Baulücke errichtete Wohnanlage besteht aus einem Straßentrakt und einem mittig daran anschließenden Hoftrakt, der bis an die hintere Grundstücksgrenze reicht. So ergeben sich eine T-förmige Grundrissfigur und zwei durch den Hoftrakt getrennte Innenhöfe. Zur Straße gliedert sich der Trakt in zwei spiegelgleich gestaltete kubische Baublöcke mit den Hausportalen, die einen von der Baulinie abgesetzten mittleren Block flankieren. Dem zurückgesetzten, um ein Geschoß erhöhten und von einem mächtigen Giebel bekrönten Block ist in der Erdgeschoßzone ein flacher Anbau vorgelagert, der die Mehrschichtigkeit des Fassadenaufbaus betont.

Dominiert wird die Fassade durch das hohe Sockelgeschoß. Expressionistische Details wie dreieckige Fenster, Zinnen und kräftige Gesimse beleben und gliedern die Fassade - entsprechend der Tendenz in der Gemeindebauarchitektur der 1920er-Jahre, durch dynamisierende Elemente den Baukörper in "Bewegung" zu versetzen. Im Hof verleihen Arkadengänge, Erker und ein tonnengewölbter Tordurchgang, der die Höfe miteinander verbindet, der Anlage eine romantische Note.

Heinrich Vana - Heinrich Vana (1889-1967) studierte nach seinem Kriegsdienst von 1920 bis 1923 Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bereits ab 1924 war er als selbstständiger Architekt für die Stadt Wien tätig, für die er auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinem Sohn Kurt Vana mehrere Wohnbauprojekte realisierte.

Dokumente