Detailinformationen
Adresse
Hüttelbergstraße 26a, 1140 Wien
Hüttelbergstraße 26a, 1140 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1886
Anzahl an Wohnungen
0
Architekt*in
Otto Wagner
Wohnungen |
0 |
|---|---|
Waschküchen |
0 |
Stiegen |
0 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
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Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Im 19. Jahrhundert wuchs als Folge der massiven Industrialisierung die Arbeiterschicht stark an, die Einwohnerzahl Wiens explodierte, vor allem auch durch den Zuzug aus den ländlichen Gebieten der Donaumonarchie. Die nötigen Wohnungen wurden nahezu ausschließlich von Privaten gewinnorientiert gebaut. Mietskasernen mit so genannten "Bassena-Wohnungen" - Zimmer, Küche, Wasser und WC auf dem Gang - entstanden. Viele mussten diese kleinen Wohnungen (zwischen 20 und 30 Quadratmetern) noch mit Bettgehern und Untermietern teilen, um die Miete zahlen zu können. In den Jahren des Ersten Weltkrieges stagnierte die Bautätigkeit.
Die Wohnanlage liegt an dem seit 1894 Hüttelbergstraße benannten Straßenzug, der auf den 354 m hohen Hüttelberg führt. Vorher hieß die Straße Dornbacher Straße.
Das Haus wurde als Nebengebäude der 1886 erbauten Villa Wagner (heute Ernst-Fuchs-Museum) errichtet. Außer diesem Nebengebäude, das nach mehreren Umbauten als Glashaus und Stallgebäude diente, gehört zu der Villa auch ein Gartenhaus. Heute wird der Bau als Wohnhaus genutzt. Neben der Architektur weisen die Zaunpfosten und das Torgitter noch darauf hin, dass das Haus einst Teil der Villenanlage war.
Architektur und Kunst
Das auf einem schmalen Grundstück errichtete Wohnhaus gliedert sich in zwei einstöckige Bauteile mit flach geneigten Satteldächern, die mit der Giebelfront zur Straße angeordnet sind. Dazwischen verbindet ein niedriger Trakt mit dem Hauseingang die beiden Teile. Das Erdgeschoß der giebelständigen Bauteile ist mit einer flachen Putzquaderung gegliedert. Das Obergeschoß wird durch geometrische, rau verputzte Felder unterteilt. An der Giebelfront dominieren hier breit gerahmte, dreiflügelige Fenster die Wand. Durch die weit überstehende Traufe und das holzverkleidete Giebelfeld besitzt der Bau ein der Umgebung entsprechendes ländliches Aussehen.
Otto Wagner - Otto Wagner (1841-1918) besuchte zunächst das Polytechnische Institut in Wien sowie die Bauakademie in Berlin, bevor er 1860/61 an der Akademie der bildenden Künste Wien studierte. Bereits ab 1864 war er als selbständiger Architekt in Wien tätig und schuf zahlreiche Monumentalbauten wie die Postsparkasse am Stubenring (ab 1903) und die Kirche am Steinhof (ab 1902). Auch war er als künstlerischer Beirat bei den Planungen zur Wiener Stadtbahn (heute U4 und U6) beteiligt. Er gilt als einer der Begründer der modernen Architektur prägte durch seine Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste (1894-1915) eine ganze Generation von Architekten.