Detailinformationen
Adresse
Himmelhofgasse 9-13, 1130 Wien
Himmelhofgasse 9-13, 1130 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1956 - 1958
Anzahl an Wohnungen
25
Architekt*in
Karl Molnar
Wohnungen |
25 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
4 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Gasse, in der der Wohnbau liegt, trägt seit 1907 den Namen Himmelhofgasse. Die Bezeichnung geht auf die 1848 entstandene Meierei und spätere Gaststätte "Zum Himmel" zurück. Der sog. "Himmelhof" ist aber auch ein 406 m hoher Berg im Westen der Wohnhausanlage, der topographisch als Hackenberg oder Hagenberg bezeichnet wird.
Der Wohnbau befindet sich auf einem Grundstück, das bis in das 20. Jahrhundert unverbaut geblieben ist. Um die Jahrhundertwende gab es in der Umgebung vor allem Ackerflächen, Wälder und Gärten. Zwischen dem Hackinger Schlossberg, der Erzbischofgasse und der Himmelhofgasse verlief ursprünglich eine Viehtrift. Die Himmelhofgasse, die im Nordwesten Richtung Hagenberg führt, wurde großteils erst nach dem Zweiten Weltkrieg baulich erschlossen.
Architektur und Kunst
Die zweigeschoßige Wohnhausanlage liegt in der Himmelhofgasse und besteht aus zwei rechteckigen Bauteilen. Der erste Bauteil verläuft parallel zur Himmelhofgasse, der zweite Wohnbau führt von der Himmelhofgasse in Richtung Südwesten. Die beiden Wohnbauten befinden sich auf einer Böschung und sind über Freitreppen miteinander verbunden. Die exponierte Lage am Hang wirkt sich auch auf die Stellung der beiden Bauteile zueinander aus. Sowohl zwischen den beiden Wohnbauten als auch zwischen den einzelnen Trakten ist ein Höhenunterschied zu erkennen. Jeder Bauteil setzt sich aus zwei Wohntrakten zusammen, die gestaffelt aneinandergefügt sind. Dadurch ergibt sich zwischen den jeweiligen Trakten ein Unterschied von einem halben Geschoß. Der zweite Bauteil ist mit einem überhöhten Kellergeschoß ausgestattet, von wo aus die Wohnungen zugänglich sind. Die Fassade ist einfach gestaltet, einziges Gliederungselement sind die regelmäßigen Fensterreihen. Die Öffnungen sind ohne Rahmung in die glatte Wandfläche eingeschnitten, Walmdächer ergänzen den einheitlichen Charakter der Wohnbauten.
Karl Molnar - Karl Molnár (1901-1963) besuchte von 1919 bis 1925 die Wiener Kunstgewerbeschule bei Carl Witzmann, Josef Hoffmann, Josef Frank und Oskar Strnad. Er beschäftigte sich schon früh mit dem Wohnbau und der Möglichkeit des wachsenden Hauses (Erweiterung durch vorgefertigte Bauteile), wozu er in den 1930er-Jahren mehrere Artikel in Bauzeitschriften publizierte. Molnár war unter anderem an den Entwürfen zu der Wohnhausanlage Spittelbreitengasse 23 in Wien 12 (1954-1955) beteiligt.
Die Fassade in der Himmelhofgasse schmückt ein farbiges Wandrelief von Adele Stadler. Das großformatige Majolikarelief mit dem Titel "Obsternte" zeigt Erwachsene und Kinder beim gemeinsamen Pflücken und Ernten von Äpfeln.