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Trazerberggasse 66-88

Hof-Informationen Trazerberggasse 66-88

Detailinformationen

Trazerberggasse 66-88

Adresse

Trazerberggasse 66-68, 1130 Wien

Trazerberggasse 66-68, 1130 Wien

Horeischygasse 20-22, 1130 Wien

Schrutkagasse 49, 1130 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1956 - 1958

Anzahl an Wohnungen

45

Architekt*in

Carl Wilhelm Schmidt

Wohnungen

45

Waschküchen

1

Stiegen

5

Lokale

2

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Wohnanlage liegt an der Trazerberggasse, die nach dem 277 Meter hohen Trazerberg benannt ist. Die Schrutkagasse erinnert an den Rechtsgelehrten Dr. Emil von Schrutka (1852-1918), der Professor für Zivilprozessrecht an der Universität Wien war, und die Horeischygasse ist nach dem Chemiker und Physiker Dr. Kurt Horeischy (1913-1945) benannt.

Früher befanden sich an der Stelle der Wohnanlage Wiesen und Gärten aus der Zwischenkriegszeit. Der Baugrund wurde bereits 1878 von der Gemeinde Ober St. Veit erworben und gelangte nach der Eingemeindung nach Wien 1890/92 in den Besitz der Stadt Wien, die das Grundstück im Rahmen des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg für den Wohnhausbau nutzte.

Architektur und Kunst

Die Wohnanlage besteht aus drei freistehenden Baukörpern, die an den Rändern eines unregelmäßigen Grundstücks angeordnet sind, das auf drei Seiten von Straßen umgeben ist. Die als Grünanlagen gestalteten Freiflächen zwischen den Baukörpern und zur Straße öffnen die Anlage zur Umgebung. Nicht nur die aufgelockerte Bebauungsweise ist charakteristisch für den Wohn- und Siedlungsbau der 1950er-Jahre, sondern auch die schlichte Architektur. Die zwei- bis dreigeschoßigen Häuser besitzen flächige, regelmäßig mit Fenstern gegliederte Putzfassaden, Satteldächer und Dacherker. Typische Gestaltungselemente jener Jahre sind auch Details wie Putzfensterrahmungen und quadratische Gitterbalkone.

Carl Wilhelm Schmidt - Der in Frankfurt am Main geborene Carl Wilhelm Schmidt (1883-1972) war von 1925 bis 1967 in Wien als Architekt tätig. Sowohl über seine Ausbildung als auch über seine Tätigkeit während des Zweiten Weltkrieges gibt es kaum Informationen. Von den wenigen dokumentierten Bauten Schmidts ist das Wohn- und Geschäftshaus "Zur goldenen Birne" in Wien 3 (Landstraße Hauptstraße 31, 1934/35) sein bekanntestes. Für die Gemeinde Wien plante er die Wohnhausanlage Trazerberggasse 66-68 in Wien 13 (1956-1958) und gemeinsam mit Rudolf Eisler den Julius-Deutsch-Hof in Wien 19 (Grinzinger Allee 54, 1952/53).

An den fünf Hauseingängen befinden sich Mosaikbilder, die als Erkennungszeichen und Orientierungshilfe dienen. Diese so genannten "Hauszeichen" stellen verschiedene Tiere dar. Von Erhard Amadeus Dier stammen die "Wildenten" und die "Wildgänse". Die Mosaiken mit "Maikäfer" und "Fischen" schuf Maria Kiraly. Ein Glasmosaik von Siegfried Fischer stellt "Korallenfische" dar.

Dokumente