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Anton-Langer-Gasse 39-45

Hof-Informationen Anton-Langer-Gasse 39-45

Detailinformationen

Anton-Langer-Gasse 39-45

Adresse

Anton-Langer-Gasse 39-45, 1130 Wien

Anton-Langer-Gasse 39-45, 1130 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1956 - 1957

Anzahl an Wohnungen

33

Architekt*in

Karl Hauschka

Wohnungen

33

Waschküchen

2

Stiegen

3

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Anton-Langer-Gasse erinnert seit 1894 an den Lokalschriftsteller und Journalisten Anton Langer (1824-1879). Davor hieß der Straßenzug Parkgasse.

Die Wohnhausanlage wurde im Rahmen des Wohnbauprogramms nach dem Zweiten Weltkrieg auf einem Grundstück errichtet, das bereits seit dem 19. Jahrhundert im Besitz der Gemeinde war und früher von der Speisinger Straße bis in die Anton-Langer-Gasse reichte. Einige Jahre nach der Eingemeindung Speisings nach Wien wurde 1897 auf einem Teil der Liegenschaft das Gebäude der Speisinger Volksschule errichtet. 1955 beschloss die Gemeinde Wien, dort auch einen städtischen Kindergarten zu bauen. An der Stelle der Wohnhausanlage befanden sich bis zu deren Errichtung Gärten.

Architektur und Kunst

Die kleine Anlage besteht aus zwei versetzt und gekoppelt angeordnet Wohnhäusern parallel zur Anton-Langer-Gasse sowie einem ebenfalls parallel zur Straße liegenden, dritten Wohnhaus. Dieses ist durch den niedrigen Flachbau eines Trafohäuschens und eine Toreinfahrt mit den beiden anderen Blöcken verbundenen. Seitlich des dritten Gebäudes befindet sich auf dem rückwärtigen Grundstück ein Durchgang zum städtischen Kindergarten. Die Freiflächen der von der Baulinie zurückversetzten Häuser wurden mit einfachen Mitteln gärtnerisch gestaltet.

Der rau verputzte Haussockel, die glattflächigen, durch Fenster gleichmäßig gegliederten Hausfronten sowie die Giebelfronten und Satteldächer sind charakteristisch für den Wohnbau der 1950er-Jahre. Die vertikalen Achsen der Hauseingänge mit den Stiegenhausfenstern und die an den Seiten angeordneten französischen Fenster durchbrechen die symmetrischen Fensterraster. Der verschiedenfarbige Hausanstrich stellt ein Gestaltungsmittel zur Unterscheidung der drei Wohnblöcke dar.

Karl Hauschka - Karl Hauschka (1896-1981) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Küste Wien bei Peter Behrens. Bei diversen Architekturwettbewerben gewann er mehrere Preise, jedoch sind kaum realisierte Werke bekannt. In den 1920er- und 1930er-Jahren entwarf er in Arbeitsgemeinschaft mit Viktor Mittag eine Reihe von Wohnhausanlagen des Roten Wien, darunter auch den Wildganshof in Wien 3, sowie in den 1960er-Jahren den Harry-S.-Truman-Hof in Wien 23 in Zusammenarbeit mit den Architekten Wenko Bossew, Otmar Brunner, Maria Albrecht, August Kastner, Karl Molnar und Rudolf Sorgo.

Über dem seitlich gelegenen Durchgang (Hausnummer 39) befindet sich ein Natursteinrelief "Flötenspielender Knabe" von Elisabeth Turolt aus den Jahren 1957 bis 1959.

Dokumente