Detailinformationen
Adresse
Stöbergasse 4-20, 1050 Wien
Stöbergasse 4-20, 1050 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1925 - 1926
Anzahl an Wohnungen
155
Architekt*in
Otto Prutscher
Wohnungen |
155 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
9 |
Lokale |
8 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Heinrich Heine (1797-1856), einer der bedeutendsten deutschen Lyriker des 19. Jahrhunderts, sah die kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Problemen als eine wichtige Aufgabe der Kunst.
Der Heinehof wurde in den Jahren 1925/26 nach den Plänen von Otto Prutscher errichtet. Ursprünglich waren in den beiden Straßenhöfen ein Kindertagesheim und eine Zahnklinik untergebracht. Heute beherbergen sie jeweils einen Kindergarten.
Architektur und Kunst
Otto Prutscher wählte eine geschickte Lösung für das lange und sehr schmale Grundstück: Durch einen mäanderförmigen Grundriss der Gesamtanlage entstehen Straßen- und Innenhöfe, die lange Fassadenfront wird dadurch aufgelockert. Die beiden Straßenhöfe dienen auch als architektonischer Abschluss der einmündenden Gassen. Die Fassaden sind horizontal durch Gesimse gegliedert, die über den Eingängen unterbrochen sind. Hier betonen die zurückgesetzten, mit Klinker verkleideten Stiegenhäuser die vertikale Komponente. Zur Gestaltung der Straßenhöfe werden hohe Dreiecksgiebel, Erker und Arkaden eingesetzt.
Otto Prutscher - Otto Prutscher (1880-1949) studierte bis 1901 an der Wiener Kunstgewerbeschule und trat nach einem längeren Auslandsaufenthalt in das Büro von Josef Hoffmann ein. Als Mitarbeiter der Wiener Werkstätten beschäftigte er sich zunächst vor allem mit Inneneinrichtungen und stattete unter anderem mehrere Kaffeehäuser aus. Erst später wendete sich Prutscher der Architektur zu und entwarf neben mehreren Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien auch Villen in Baden und Mariazell.
Eine Gedenktafel an den Namensgeber Heinrich Heine zierte bis zum Jahr 1937 den Bau. Sie wurde im Auftrag von Bürgermeister Richard Schmitz entfernt. Die Höfe wurden später durch Brunnenanlagen aufgewertet.