Detailinformationen
Adresse
Hetzendorfer Straße 43-45, 1120 Wien
Hetzendorfer Straße 43-45, 1120 Wien
Biedermanngasse 16, 1120 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1955 - 1957
Anzahl an Wohnungen
33
Architekt*in
Eugen R. Schüssler
Wohnungen |
33 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
4 |
Lokale |
6 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Der frühere Hetzendorferweg wurde 1894 in Hetzendorfer Straße umbenannt nach der ehemaligen Gemeinde Hetzendorf, die als "Hercendorf" 1156 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Im Jahr 1894 erhielt auch die heutige Biedermanngasse ihre Bezeichnung nach dem kaiserlichen Siegelstecher und Hofjuwelier Michael Lazar Biedermann (1769-1843).
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage aus den Jahren 1955-1957 besteht aus zwei autonomen Baukörpern, die jeweils an das nördliche und südliche Kopfende des Grundstücks parallel zur Hetzendorfer Straße und zur Biedermanngasse errichtet wurden. Die insgesamt 4 Stiegen verfügen über heute 33 Wohnungen und sind hofseitig über die großzügig gestaltete Parklandschaft mit ihren gepflegten Grünflächen, Baum- und Strauchbepflanzungen, Parkbänken und einer Laube zu erschließen. Der autonome, bungalowartig anmutende, in Z-Form konstruierte Baukörper mit den zentrierten hochrechteckigen Fenstern wird heute als Künstleratelier genützt. Das Wohnhaus an der Hetzendorfer Straße ist zweigeteilt: Die Sockelzone nimmt die Geschäftsräume auf, in den oberen drei Etagen befinden sich die Wohnbereiche. An der Biedermanngasse wurde auf Lokale im Erdgeschoß verzichtet. Die Anlage folgt in ihrem Erscheinungsbild mit den vertikal und horizontal klar gegliederten Fensterreihen sowie der glatt verputzten, ornamentfreien Fassadengestaltung dem Typus des kommunalen Wohnungsbaus der 1950er-Jahre. Akzente setzen straßen- bzw. gassenseitig die Fensterfaschen sowie die zentrierten Gaupenfenster. Die nach Süden bzw. Norden gerichteten Hoffronten verzichten indes auf Fensterfaschen.
Eugen R. Schüssler - Eugen R. Schüssler (1903-1966) studierte 1928/29 bei Josef Hoffmann an der Wiener Kunstgewerbeschule und 1929/30 bei Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Nach seinem Abschluss ging er eine Bürogemeinschaft mit Zoltán Müller ein, in der unter anderem das Wohnhaus Obere Bahngasse 28 in Wien 3 (1937/38) entstand. In Arbeitsgemeinschaft mit Josef Schilhab entwarf er nach 1945 vor allem Wohn- und Geschäftshäuser, wie etwa das Bürohaus Kärntner Straße 33 in Wien 1 (1950/52).
Das Tor der Einfahrt an der Hetzendorfer Straße wird von zwei hellen Natursteinreliefplatten mit "Figürlichen Darstellungen" flankiert. Die flach gestalteten Reliefs des österreichischen Bildhauers Ulf Mayer stammen aus den Jahren 1955-56 und messen je 0,7 m x 3 m (B x H).