Detailinformationen
Adresse
Malfattigasse 27-31, 1120 Wien
Malfattigasse 27-31, 1120 Wien
Koflergasse 21, 1120 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1948 - 1951
Anzahl an Wohnungen
45
Architekt*in
Josef Ludwig Kalbac
Wohnungen |
45 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
8 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
1945 waren rund 28 Prozent der Gebäude Wiens durch die Kriegshandlungen schwer beschädigt oder zerstört - im Hinblick auf den Wohnungsbau eine Phase, in der eine rasche Linderung der Wohnungsnot notwendig war. Infrastruktur fehlte völlig, das entsprechende Baumaterial ebenfalls. Die Stadtverwaltung beriet sich in einer "Enquete über den Wiederaufbau der Stadt Wien" und ab 1947 konnte die planmäßige Errichtung von Neubauten beginnen. Eine wichtige technische Errungenschaft, die aus Bauschutt Ziegel machte - die Vibro-Technik -, kam zum Einsatz. Mit dem Bau erster großer Wohnanlagen wie der Per-Albin-Hansson-Siedlung wurde Ende der 1940er-Jahre begonnen. Die 1948 mit dem Marshall-Plan durch die USA zugesicherte Wirtschafts- und Wiederaufbauhilfe war dringend nötig.
Die Straße heißt seit 1888 Malfattigasse. Sie ist nach dem Arzt Dr. Johann Malfatti Edler von Montereggio (1775-1859) benannt, der 1837 die "Gesellschaft der Ärzte in Wien" gegründet hatte.
Der Vorgängerbau des heutigen Wohnhauses, der Anfang der 1930er-Jahre errichtet worden war, wurde im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombentreffer vollständig zerstört und musste abgebrochen werden. Auch das benachbarte Gebäude in der Malfattigasse 33 erfuhr schwere Beschädigungen und konnte nicht wieder aufgebaut werden.
Architektur und Kunst
Die fünfgeschoßige Wohnhausanlage Ecke Malfattigasse/Koflergasse zeichnet sich durch eine ausgewogene Fassadenlösung aus. Das farblich abgesetzte Erdgeschoß springt leicht hinter den Baukörper zurück, große Schaufenster dominieren diese Zone im Eckbereich. In den Obergeschoßen wird die Fassade durch den Wechsel eingeschnittener dreiflügeliger und französischer Fenster rhythmisiert, den Abschluss zu den angrenzenden Bauten bildet je ein dreiflügeliges Fenster. Der Hauseingang in der Malfattigasse ist durch ein ornamental gestaltetes Gittertor mit mehrfach profilierter Steineinfassung betont. Ein Teil der Wohnungen verfügt über Balkone, die zum begrünten Innenhof ausgerichtet sind.
Josef Ludwig Kalbac - Josef Ludwig Kalbac (1902-1980) studierte nach Abschluss einer handwerklichen Lehre bei Oskar Strnad an der Kunstgewerbeschule Wien Architektur. Als gelegentlicher Mitarbeiter im Büro Josef Hoffmanns war er unter anderem an den Inneneinrichtungen von dessen Reihenhäusern in der Wiener Werkbundsiedlung (1931/32) beteiligt und errichtete gemeinsam mit Hoffmann einen Wohnbau für die Gemeinde Wien im 5. Bezirk in der Blechturmgasse 23-27. Neben industriellen Holzhäusern für eine Wohnsiedlung in Wien Schwechat 1940/41 entstanden auch zahlreiche Projekte für Einfamilienhäuser und Siedlungen; im Jahr 1948-51 errichtete Josef Kalbac den Gemeindebau in der Malfattigasse 27-31.