Detailinformationen
Adresse
Fockygasse 40-44, 1120 Wien
Fockygasse 40-44, 1120 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1933 - 1935
Anzahl an Wohnungen
63
Architekt*in
Franz Wiesmann
Wohnungen |
63 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Fockygasse ist nach dem Wiener Bürgermeister Daniel Focky (auch Fockhy) (1626-1695) benannt, der wenige Jahre nach der Zweiten Wiener Türkenbelagerung ins Amt kam.
Die frei finanzierte Wohnhausanlage an der Fockygasse 40-44 steht in unmittelbarer Nähe zum so genannten "Superblock" des Reismannhofes der Jahre 1924/25 und stellt zu diesem einen starken Kontrast dar. Anders als in dem um zehn Jahre jüngeren Bau und typisch für die spätere Bauperiode wurden hier eine geringere Wohnungsanzahl und eine schmucklose Fassadengestaltung favorisiert. Die ursprünglich 69 1- und 2-Zimmer-Wohnungen wurden im Laufe der Jahre zu heute 62 Wohnungen zusammengelegt; auch die Waschküchen im Dachgeschoß wurden zu Wohnungen umgebaut.
Architektur und Kunst
Die fünfstöckige Wohnanlage umfasst drei Stiegen. Die aneinandergereihten Baukörper folgen dem terrainbedingten Niveauunterschied der leicht abschüssigen Fockygasse. Die Traufenhöhe ist dem Straßenverlauf folgend leicht abgestuft. Kennzeichnendes Merkmal des Baus ist die schlichte Fassade mit den einheitlich gestalteten Fensterreihen und den vereinzelten Gitterbalkonen. Der Architekt verzichtete - dem üblichen Kanon der Spätzeit folgend - auf jegliche expressionistische Ausschmückung. Die ursprünglich von der Straßenfront eingerückten Stiegenhausachsen treten heute durch den nachträglichen Anbau je einer Aufzugsanlage risalitartig aus der Fassade hervor. Die Wohnhausanlage bildet mit den beiden kommunalen Wohnhäusern an der Karl-Löwe-Gasse 12 und Malfattigasse 39 einen gemeinsamen begrünten Innenhof.
Franz Wiesmann - Franz Wiesmann (1888-1959) studierte von 1907 bis 1913 an der Technischen Universität Wien. Nachdem er eine kurze Zeitspanne als freier Architekt in Baden tätig gewesen war, erhielt er 1914 eine Anstellung am Wiener Stadtbauamt und gehörte diesem bis zu seiner Pensionierung an. Zahlreiche Wohnhausanlagen der Zwischenkriegszeit entstanden nach seinen Plänen.