Detailinformationen
Adresse
Malfattigasse 7, 1120 Wien
Malfattigasse 7, 1120 Wien
Oppelgasse 19, 1120 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1931 - 1932
Anzahl an Wohnungen
49
Architekt*in
Stefan Fayans
Wohnungen |
49 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Straße heißt seit 1888 Malfattigasse. Sie ist nach dem Arzt Dr. Johann Malfatti Edler von Montereggio (1775-1859) benannt, der 1837 die "Gesellschaft der Ärzte in Wien" gegründet hatte.
Das Grundstück Malfattigasse 7/Oppelgasse 19 war zufolge der Wiener Generalstadtkarten aus den Jahren 1892, 1904, 1910 und 1929 vor Errichtung der bestehenden Wohnhausanlage unbebaut. Der heutige Bau von Stefan Fayans blieb im Zweiten Weltkrieg unbeschädigt und wurde in den späten 1980er-Jahren mit Aufzügen ausgestattet.
Architektur und Kunst
Die lang gestreckte Wohnhausanlage Ecke Malfattigasse/Oppelgasse ist fünfgeschoßig und wird durch ein auffällig gestaltetes Torportal maßgeblich akzentuiert. Ein durchlaufendes Sohlbankgesims im 1.Stock trennt die Erdgeschoßzone von den restlichen Etagen, ein schmales, dunkel gehaltenes Kranzgesims schließt den Bau nach oben hin ab. Die Fassade wird durch die Anordnung unterschiedlich großer Fenster gegliedert, die sämtlich mit profilierten grauen Putzrahmungen versehen sind. Die kleinen, hoch gelegenen Nassraumfenster zweier benachbarter Wohnungen werden jeweils durch zwei parallele Gesimse zu Einheiten zusammengefasst.
Stefan Fayans - Stefan Fayans (15.6.1879, Warschau - 1942, Ghetto von Minsk) studierte 1897-1902 an der Akademie für Civilarchitekten St. Petersburg und promovierte 1904 an der Technischen Hochschule Wien bei Carl König. 1907 gründete er eine Bürogemeinschaft mit Fritz Brettschneider und war ab 1910 als selbstständiger Architekt tätig. Zu seinen Werken zählen u. a. die Arbeiterkolonie der Österr. Zuckerindustrie AG in Bruck an der Leitha (1909-1910) und das Dorotheum Währinger Straße (1909-1910) - beide mit Fritz Brettschneider, die Innenraumgestaltungen des Cafè Herrenhof (1914, zerstört), des Parkhotels Schönbrunn (1929) sowie des Kursalons im Wiener Stadtpark (1930). Für die Gemeinde Wien errichtete er das Wohnhaus Malfattigasse 7 in Wien 12 (1931-1932).