Detailinformationen
Adresse
Malfattigasse 13, 1120 Wien
Malfattigasse 13, 1120 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1930 - 1931
Anzahl an Wohnungen
26
Architekt*in
Johann (Hans) Zamecznik
Wohnungen |
26 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
1 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Straße heißt seit 1888 Malfattigasse. Sie ist nach dem Arzt Dr. Johann Malfatti Edler von Montereggio (1775-1859) benannt, der 1837 die "Gesellschaft der Ärzte in Wien" gegründet hatte.
Das Grundstück, ehemals im Besitz des Wiener Bürgerspitalfonds, war laut der Generalstadtkarten aus den Jahren 1892, 1904, 1910 und 1929 vor 1930 nicht verbaut. Die heute bestehende, von Johann Zamecznik errichtete Wohnhausanlage erlitt während des Zweiten Weltkriegs einen Bombentreffer und wurde stark beschädigt - 1948 kam es zur Behebung der Kriegsschäden im Bereich des straßenseitigen, erhöhten Bauteils.
Architektur und Kunst
Die kleine Wohnhausanlage in der Malfattigasse ist fünfgeschoßig und besteht aus einem Doppeltrakt mit zwei Stiegen. Die bis auf den Portalbereich gänzlich plan gestaltete Fassade wird ausschließlich durch die Verwendung unterschiedlicher Fenster und den Einsatz von Farbe gegliedert: In jeder Achse werden je zwei Fenster mittels eines weißen Farbrahmens zu einer Einheit zusammengefasst, die Erdgeschoßzone ist durch ein weißes Farbband von den anderen Etagen optisch abgesetzt. Über der rechten äußeren Fensterachse konzipierte Johann Zamecznik ein Zusatzgeschoß, wodurch eine besonders gelungene Verbindung zum etwas höheren Nachbargebäude erreicht werden konnte.
Johann (Hans) Zamecznik - Johann (Hans) Zamecznik (1881-1945) maturierte an der Wiener Staatsgewerbeschule und besuchte die Technische Hochschule Wien (bis zur 1. Staatsprüfung). Anschließend wechselte er an die Akademie der bildenden Künste in die Meisterklasse Friedrich Ohmanns, die er 1912 mit Diplom abschloss. Im Rahmen seiner Tätigkeit als freier Architekt und Stadtbaumeister errichtete Johann Zamecznik unter anderem ein Wohnhaus in 1030, Alxingergasse (1924), und den Wohnbau Malfattigasse 13 (1930).