Detailinformationen
Adresse
Wolfganggasse 54, 1120 Wien
Wolfganggasse 54, 1120 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1930 - 1931
Anzahl an Wohnungen
32
Architekt*in
Rudolf Karl Peschel
Wohnungen |
32 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Wolfganggasse trägt seit 1875 ihren Namen. Sie wurde nach Wolfgang Treu (gestorben 1540), einem ehemaligen Bürgermeister von Wien (1528-1530, 1532-1533, 1536-1537), benannt.
Das Areal war zufolge der Wiener Generalstadtkarten aus den Jahren 1892, 1904, 1910 und 1929 vor Errichtung der bestehenden Wohnhausanlage unbebaut - die Baubewilligung erfolgte erst 1930. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Nachbargebäude einen Bomben-Volltreffer und auch das Wohnhaus Wolfganggasse 54 erlitt im Bereich der 2. Stiege einen Bombenschaden, der jedoch 1948/49 behoben werden konnte. In den 1980er-Jahren erfolgte der Einbau der Aufzüge.
Architektur und Kunst
Die fünfgeschoßige Wohnhausanlage in der Wolfganggasse ist als Doppeltrakt ausgeführt und verfügt über einen Hofdurchgang in der Mittelachse. Ein harmonischer Anschluss an das geländebedingt höhere Nachbargebäude Wolfganggasse 56 wird mittels eines eingeschoßigen Dachaufbaus über den beiden äußersten Fensterachsen erzielt. Die Fenster aller Etagen sind mit einer Putzumrahmung versehen und werden jeweils durch zwei horizontale, parallel laufende Putzgesimsbänder zusammengefasst. Eine zusätzliche Gliederung erfährt der Bau durch die beinahe filigran erscheinenden Gitterbalkone an der Straßenfront. Im Gegensatz dazu ist die Hoffassade sehr einfach gestaltet, die Rhythmisierung wird allein durch die vorspringenden gemauerten Aufzugsschächte, die über Okuli in den Giebelfeldern verfügen, erlangt.
Rudolf Karl Peschel - Rudolf Karl Peschel (21.12.1876, Wien - 9.9.1962, Pressbaum) studierte Maschinenbau und Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Wien und besuchte die Bautechnische Abteilung an der Höheren Gewerbeschule. Nur zwei Bauten sind von ihm dokumentiert - das Mietshaus Wohllebengasse 16 im 4. Bezirk von 1912 und die Wohnhausanlage der Gemeinde Wien in der Wolfganggasse 54 aus den Jahren 1930-1931.