Detailinformationen
Adresse
Malfattigasse 39, 1120 Wien
Malfattigasse 39, 1120 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1929 - 1930
Anzahl an Wohnungen
42
Architekt*in
Klemens M. Kattner
Wohnungen |
42 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Straße heißt seit 1888 Malfattigasse. Sie ist nach dem Arzt Dr. Johann Malfatti Edler von Montereggio (1775-1859) benannt, der 1837 die "Gesellschaft der Ärzte in Wien" gegründet hatte.
Das Wohnhaus Malfattigasse 39 wurde auf den Gründen des ehemaligen Wiener Bürgerspitalfonds errichtet, die Baubewilligung stammt aus dem Jahr 1929. Teile der Anlage, besonders im Bereich der 1. und 2. Stiege, wurden während des Zweiten Weltkrieges durch Bombentreffer beschädigt, konnten jedoch nach den Originalplänen wiederhergestellt werden. Es liegt in diesem Zusammenhang eine neuerliche Benützungsbewilligung aus dem Jahr 1950 vor.
Architektur und Kunst
Der fünfgeschoßige Wohnbau mit seitlichen Loggien und Mansardgiebel von Clemens M. Kattner zählt zu einer Reihe von Gemeindebauten, die den um 1930 einsetzenden Umschwung in Richtung vereinfachter Tektonik andeuten. Während noch einzelne Elemente wie der plastische Dekor an der Straßenfront auf die reich verzierten Bauten der frühen Volkswohnhäuser der Gemeinde Wien verweisen, zeigen sich im Gegensatz dazu an der Hoffassade bereits deutliche Schritte in Richtung Vereinfachung. Bis auf die Eingangstüren wird auf jeglichen Bauschmuck verzichtet, allein die eingeschnittenen gleichformatigen Fenster und die schlichten Gitterbalkone bestimmen hier den Wandaufbau.
Klemens M. Kattner - Clemens M. Kattner (1871-1945) studierte in Wien an der Akademie der bildenden Künste bei Friedrich Schmidt und Viktor Luntz. Sein Tätigkeitsschwerpunkt lag vor allem im Kirchenbau. Für die Gemeinde Wien errichtete er die drei Wohnhausanlagen Troststraße 64-66 in Wien 10, Cervantesgasse 3 in Wien 14 und Malfattigasse 39 in Wien 12.