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Geystraße 5-7

Hof-Informationen Geystraße 5-7

Detailinformationen

Geystraße 5-7

Adresse

Geystraße 5-7, 1110 Wien

Geystraße 5-7, 1110 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1960 - 1961

Anzahl an Wohnungen

30

Architekt*in

Robert Kapeller

Wohnungen

30

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Benannt ist die Straße nach dem Landwirt Lorenz Gey (1820-1884). Es war von 1862 bis 1884 Bürgermeister von Simmering. In seiner Amtszeit wandelte sich Simmering vom Bauerndorf zum Industrievorort.

An der Stelle der Wohnhausanlage befand sich bis 1960 einer jener ebenerdigen Höfe, die das dörfliche Bild Simmerings bis ins 20. Jahrhundert prägten. Noch heute findet man solche Höfe entlang der Simmeringer Hauptstraße und auch die Nachbarbauten der Wohnhausanlage entsprechen diesem Bautypus. Die Industrialisierung durch die Ansiedlung großer Unternehmen, der dadurch bedingte Zuzug von Arbeitern und die in der Folge notwendige Errichtung großer Mietshäuser setzten nur langsam zu Ende des 19. Jahrhunderts ein. Einen großen Schritt in dieser Entwicklung bedeutete die Erbauung der Rinnböckhäuser (benannt nach dem Bauherrn) ab 1861 im Bereich der Simmeringer Hauptstraße 1-3. Die heute noch zum Teil erhaltenen Häuser waren damals die zweitgrößte Wohnhausanlage Wiens. In dem einstigen Haus Geystraße 5 befand sich um 1900 ein Kaffeehaus, das Josef Lang, dem letzten Scharfrichter Wiens, gehörte.

Von 2013 bis 2020.

In der Wohnhausanlage wurden umfassende Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Die Wärmedämmung sämtlicher Fassaden und der obersten Geschoßdecke sowie der Einbau von Wärmeschutzfenstern und - verglasungen verbessern nicht nur die Energieeffizienz, sondern senken auch die Heizkosten. Zusätzlich wurden das Dach, Verblechungen, Regenwasserabläufe, Balkone und Kellerfenster instandgesetzt.

Architektur und Kunst

Die fünf Geschoße umfassende Wohnhausanlage liegt zwischen zwei ebenerdigen Althäusern. Gegliedert wird die betont schlichte Fassade durch zwei vertikale Glasbänder, hinter denen sich die von der Straße aus zugänglichen Stiegenhäuser verbergen. Auffallend ist, dass die Glasbänder nur bis knapp unter das Dachgesims reichen, wodurch ihre vertikale Wirkung stark beschränkt wird. Auch die horizontalen Akzente der die Glasbänder durchschneidenden Stiegenpodeste reduzieren den Höhenzug, der allerdings in den Dachausbauten für die Aufzüge hinter dem Dachgesims fortgesetzt wird. Die Hausfront bleibt so jedoch eine kompakte, in sich geschlossene Fläche. Außerhalb der Stiegenhäuser sind je zwei Fensterachsen eingeschnitten. Die rechts äußerste ist etwas schmäler, wodurch die Symmetrie der Fassade gestört wird. In dieser Achse befindet sich auch die breit gerahmte Durchfahrt zum Hinterhof, der zum Teil als Parkplatz genutzt wird. Zwischen den Glasbändern sind fünf Fensterachsen gleichförmig angeordnet.

An der Rückfront sind die Fenster zum Teil mit Balkonen versehen. Drei Achsen französischer Fenster markieren das Mittelfeld der Hoffassade.

Robert Kapeller - Robert (Josef) Kapeller (1894-1966) studierte ab 1918 bei Leopold Bauer und Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien war er unter anderem an den Entwürfen zu den Wohnhausanlagen Ruthgasse 7 in Wien 19 (1967-1969) und Aribogasse 28 in Wien 22 (1963) beteiligt. Das Wohnhaus Geystraße 5-7 in Wien 11 (1960/61) wurde von ihm eigenständig geplant.

Dokumente