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Simmeringer Hauptstraße 240

Hof-Informationen Simmeringer Hauptstraße 240

Detailinformationen

Simmeringer Hauptstraße 240

Adresse

Simmeringer Hauptstraße 240, 1110 Wien

Simmeringer Hauptstraße 240, 1110 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1924 - 1925

Anzahl an Wohnungen

32

Architekt*in

Wilhelm Peterle

Wohnungen

32

Waschküchen

1

Stiegen

5

Lokale

8

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des 1. Weltkriegs wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Simmeringer Hauptstraße ist nach dem bereits 1028 urkundlich erwähnten Ort Simmering benannt, der auch dem 1892 gegründeten 11. Wiener Gemeindebezirk seinen Namen gab. Die Straße hieß früher Hauptstraße, Schwechater Hauptstraße und Reichsstraße und war Teilstück einer alten Römerstraße.

Die Geschichte dieses Gemeindebaus ist eng mit der des Zentralfriedhofs verbunden. Die 1872/73 als Parklandschaft angelegte Friedhofsanlage ist eine der größten in Europa. Um das riesige Areal zu bewirtschaften, entstanden zahlreiche Nebengebäude. Im Zuge der letzten großen Erweiterung des Friedhofs ab 1920 entstand am III. Tor auch die Wohnhausanlage für die Bediensteten der Friedhofsgärtnerei. Aufgrund der Lage am Stadtrand gab es dort lange keinen Anschluss an die Kanalisation, sodass der Bau eine eigene Kläranlage erhielt.

Von 2020 bis 2021.

In der Wohnhausanlage wurden umfassende Modernisierungen durchgeführt. Der Dachstuhl wurde instandgesetzt, SAT-Anlagen und Blitzschutz errichtet. Die Wärmedämmung wurde an Fassaden und den obersten Geschoß- und Kellerdecken verbessert. Durch die thermische Optimierung konnte der Heizwärmebedarf um 82% gesenkt werden.

Architektur und Kunst

Die Architektur der Wohnhausanlage weist Einflüsse des Siedlungsbaus auf, wie er zu jener Zeit von den Architekten der Gartenstadtbewegung vorangetrieben wurde. Die Größe der Wohnhäuser sollte dabei in einem harmonischen Gleichgewicht zu den Grünanlagen stehen. Mit ihren niedrigen zweigeschossigen Baukörpern passt sich die kleine Wohnanlage der parkähnlichen Landschaft des Friedhofs an. Die Wohnhäuser sind U-förmig angeordnet und bilden einen auf drei Seiten begrenzten Hof, der nur durch eine niedrige Mauer vom Friedhof getrennt ist. Der Hauptzugang befindet sich auf der Straßenseite. Von hier gelangt man zu den fünf Stiegenhäuser im gartenartig gestalteten Hof. Auch mit den Dach- und Kaminformen knüpft die Architektur an den Siedlungsbau an.

Wilhelm Peterle - Der in Ried im Innkreis geborene Wilhelm Peterle (1893-1959) studierte zunächst an der Technischen Hochschule Graz, wechselte 1913 an die Technische Hochschule Wien, wo er 1921, nach geleistetem Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, sein Studium abschloss. Peterle arbeitete zunächst im Atelier Simony, bis er eine Stelle im Wiener Stadtbauamt erhielt, wo er vor allem mit der Errichtung von Wohnhausanlagen befasst war. Als Anhänger der Gartenstadtbewegung plante er neben zahlreichen anderen Projekten für das Rote Wien die Großsiedlung "Am Tivoli" (Hohenbergstraße 3-21, Wien 12).

Dokumente