Detailinformationen
Adresse
Johann-Pölzer-Gasse 4, 1100 Wien
Johann-Pölzer-Gasse 4, 1100 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1972 - 1974
Anzahl an Wohnungen
26
Architekt*in
Bruno Tinhofer
Wohnungen |
26 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.
Die Johann-Pölzer-Gasse ist seit 1968 nach dem Maschinenbauer und sozialdemokratischen Politiker Johann Pölzer (1903-1964) benannt. Dieser war Zentralsekretär der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Abgeordneter zum Wiener Landtag, Mitglied des Wiener Gemeinderates (1949-1953), Abgeordneter zum Nationalrat (1953-1963), Obmann der SPÖ-Favoriten, Vorstand des Vereines Arbeiterheim und Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeinde.
Das Gebiet der Stadtteile Unteres Wienerfeld und Oberlaa wurde 1938 nach Großwien eingemeindet, seit 1954 gehört es auch offiziell zu Wien. Die Per-Albin-Hansson-Siedlung Ost, die zweitgrößte Wiener Wohnsiedlung, ist der jüngste Bauteil dreier aneinandergrenzender Siedlungen, die nach dem schwedischen Ministerpräsidenten Per Albin Hansson benannt wurden. War der älteste Teil, die Siedlung West, in den 1940er-Jahren das erste größere Wohnbauvorhaben der Nachkriegszeit, so finden sich bei der Siedlung Nord sowie der Siedlung Ost geänderte Vorzeichen im Wohn- und Siedlungsbau. Die neuen Baumethoden und die geänderte Anordnung der einzelnen Häuser zueinander sind an diesen Siedlungen erkennbar.
Architektur und Kunst
Das Wohnhaus Johann-Pölzer-Gasse 4 wurde als 7. Bauteil der Per-Albin-Hansson-Siedlung Ost errichtet und liegt an deren östlichstem Rand. Die neungeschoßige, glatte Fassade wird lediglich durch zwei- und dreiflügelige, scharf eingeschnittene, symmetrisch angeordnete Fenstergruppen rhythmisiert. Ein als Gemeinschaftsterrasse ausgebildetes Flachdach mit Windschutz, Blumentrögen und eigenem Abstellraum bildet das zehnte Geschoß. Alle Türen dieses für Menschen mit besonderen Bedürfnissen konzipierten Hauses sind rollstuhlgerecht dimensioniert. Das Erdgeschoß wird von einem fast die gesamte Hausbreite einnehmenden Flugdach dominiert. Dieses überspannt sowohl den Zugangsweg als auch einen großen Autoabstellplatz vor dem Gebäude.
Bruno Tinhofer - Bruno Tinhofer (1924-2005) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Lois Welzenbacher, wo er später auch als Hochschulassistent tätig war. Neben dem Wohnbau gehörte vor allem auch der Schulbau zu seinem Schaffensschwerpunkt. Zu seinen Bauten zählen unter anderem die Volkshochschule am Arthaberplatz 18 in Wien 10 (mit Eduard Berger, Leopold Tinhof, 1960/61) und das Wohnhaus Rainergasse 6-8 in Wien 4 (1975-81).