Detailinformationen
Adresse
Neilreichgasse 56, 1100 Wien
Neilreichgasse 56, 1100 Wien
Inzersdorfer Straße 91, 1100 Wien
Friesenplatz 10, 1100 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1961 - 1962
Anzahl an Wohnungen
92
Architekt*in
Walter Muchar, Kurt Nehrer
Wohnungen |
92 |
|---|---|
Waschküchen |
3 |
Stiegen |
5 |
Lokale |
5 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Neilreichgasse wurde 1875 nach dem Botaniker August Neilreich (1803-1871) benannt, der vor allem die Pflanzenwelt von Wien und Niederösterreich erforscht hat.
Der Friesenplatz erhielt seinen Namen 1897 von Friedrich Friesen (1785-1814), Mitgründer der deutschen Turnerbewegung. Friesen fiel in den Napoleonischen Kriegen im Jahr 1814.
Nach dem Ersten Weltkrieg gab es im 10. Bezirk noch Grundstücksreserven an der Triester Straße, am Ostabschnitt der Quellenstraße, an der Troststraße, am Wienerberg und an den Abhängen des Laaer Berges. Etwa 13 Prozent der Gebäude, die von der Gemeinde Wien zwischen 1923 und 1934 errichtet wurden, liegen in Favoriten.
Ab Mitte der 1950er-Jahre wurde das Gebiet um den Friesenplatz mit Wohnhäusern verbaut. Der Komplex Neilreichgasse wurde als dreiflügelige Anlage um einen großzügigen, begrünten Innenhof errichtet.
Architektur und Kunst
An der Neilreichgasse entstand in den Jahren 1961/62 eine Wohnhausanlage in dreiseitiger Blockrandverbauung um einen rechteckigen Innenhof. Eine offene Durchfahrt stellt die Verbindung zwischen Friesenplatz und Inzersdorfer Straße her. Die auf ansteigendem Gelände errichteten, fünf- bis sechsgeschoßigen Gebäude sind mit Walmdächern ausgestattet, welche aufgrund der Lage eine stufenartige Dachlandschaft bilden. Straßenseitig lockern erkerartig vortretende Bauteile in der Neilreichgasse und in der Inzersdorfer Straße die strenge, glatt verputzte Fassade auf; sie werden durch horizontale Farbzonen betont. Eine rhythmische Fensterverteilung sowie der Wechsel von zeittypischen französischen Fenstern und vertikalen Balkonreihen bestimmen die Fassadengliederung. An den Tordurchfahrten sind die Rechteckportale mit einer dekorativen Rahmung versehen. Bunte Mosaikziegel zeigen abstrakte geometrische Formen. Der Zugang zu den einzelnen Stiegen erfolgt von der Hofseite aus. Im begrünten Innenhof befinden sich ein Spielplatz sowie ein eingeschoßiger Bau, der als Garage genutzt wird.
Walter Muchar - Walter Muchar (1918-2005) studierte ab 1942 bei Alexander Popp an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach seinen Plänen wurden von den 1950er- bis in die 1980er-Jahre mehrere Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien errichtet, wie etwa die Wohnhäuser Erdbergstraße 36 in Wien 3 (1977-1979) und Kaiser-Ebersdorfer Straße 12-18 in Wien 11 (1979-1981).
Kurt Nehrer - Kurt Nehrer (1910-1965) studierte an der Technischen Hochschule Wien, wo er die Meisterschule von Siegfried Theiß besuchte, in dessen Büro er auch vorübergehend beschäftigt war. Nach seiner Promotion 1935 war er vor allem mit der Einrichtung von Spitälern, Lazaretten und Ordinationsräumen beschäftigt. Während des Zweiten Weltkrieges plante er neben Lazarettbauten auch mehrere Fliegerhorste. Nach 1945 etablierte er sich als Privat- und Industriearchitekt.
Unbezeichnete Mosaike in abstrakten Formen aus farbig glasierten Ziegeln rund um die äußeren Tordurchfahrten.