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Schrankenberggasse 29

Hof-Informationen Schrankenberggasse 29

Detailinformationen

Schrankenberggasse 29

Adresse

Schrankenberggasse 29, 1100 Wien

Schrankenberggasse 29, 1100 Wien

Absberggasse 30a, 1100 Wien

Feuchterslebengasse 62, 1100 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1960 - 1961

Anzahl an Wohnungen

54

Architekt*in

Ferdinand Riedl

Wohnungen

54

Waschküchen

2

Stiegen

3

Lokale

2

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Schrankenberggasse ist seit etwa 1874/75 nach einem ehemaligen Flurnamen benannt.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Favoriten noch weitgehend unverbaut. Die städtebauliche Entwicklung setzte hier erst mit der Errichtung des Arsenals (1849-1856), des Südbahnhofes (1867-1870) und der Bautätigkeit an der Ringstraße ein, wodurch die in Favoriten ansässigen Ziegelfabriken großen Aufschwung erhielten. Die günstige Verkehrsanbindung durch den neuen Südbahnhof hatte zudem die Ansiedlung zahlreicher Betriebe zur Folge. Um Wohnraum für die zugezogenen Arbeiter zu schaffen, wurde das Gebiet bis zur Quellenstraße nach einem Rasterplan mit meist viergeschoßigen Zinshausblöcken verbaut. Nach dem Börsenkrach 1873 stagnierte allerdings die Bautätigkeit. Ab 1890 kam es durch die Ansiedlung von mittelgroßen Fabriken entlang der Quellenstraße, wie etwa der nahe liegenden Ankerbrot-Fabrik (1892), zu einem neuerlichen Wachstum. Auf den noch freien Parzellen wurden in der Zwischenkriegszeit und nach 1945 kommunale Wohnbauten errichtet.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage wurde auf einem sich zwischen Kudlichgasse und Feuchterslebengasse erstreckenden Rasterfeld errichtet. In ihrer frei stehenden Anordnung bricht sie jedoch mit der entlang der Kudlichgasse begonnenen Blockrandverbauung und scheint dabei mit der offenen Wohnhausanlage Puchsbaumgasse 5 - 7 zu korrespondieren. Der sich entlang der Feuchterslebengasse über drei Stiegenhäuser erstreckende Riegelbau umfasst sechs Geschoße. Die nach Norden ausgerichtete Eingangsfront wird durch die drei großzügig verglasten Stiegenhausachsen gegliedert. Fenster unterschiedlicher Größe strukturieren die glatten Putzfronten dazwischen, wobei die Stiegenhäuser jeweils von Paaren kleiner, quadratischer Fenster flankiert werden. Das bei der letzten Renovierung angewandte Farbkonzept unterstreicht diese Struktur und löst den schlichten Fassadenaufbau in mehrere Zonen auf. Ein markant vorkragendes Dachgesims schließt das Gebäude kompakt nach oben hin ab und beschneidet dabei die vertikale Wirkung der Stiegenhausachsen, die durch hinter dem Dachgesims zurück liegende Aufbauten für die Aufzüge überhöht werden. An der Südseite ist das Wohnhaus mit dramatisch weit ausladenden Balkonen ausgestattet. Städtebaulich markant treten die Stirnseiten mit ihren geschlossenen Wandflächen in Erscheinung, die jeweils nur mit einer einseitig angeordneten Fensterachse durchsetzt sind.

Ferdinand Riedl - Ferdinand Riedl (geb. 1920) studierte zunächst von 1939 bis 1941 an der Technischen Hochschule Wien und von 1941 bis 1944 an der Akademie der bildenden Künste Dresden. Von 1945 bis 1998 führte er ein eigenes Architekturbüro in Wien und von 1969 bis 1990 zudem in München. Zahlreiche Wohn- und Gewerbebauten wurden weltweit nach Ferdinand Riedls Plänen ausgeführt, darunter auch ein 16-stöckiges Hotel in Oslo/Norwegen und ein 1.000-Betten-Krankenhaus in Caracas/Venezuela. In Deutschland plante er etwa für die Olympiade 1972 ein Wohnhaus mit Einkaufszentrum und ein Ärztehochhaus mit Wohnungen, in Karlsruhe konnte Ferdinand Riedl das Hotel Hilton realisieren. Unter seinen zahlreichen Bauwerken in Wien befindet sich auch das Generali-Center in Wien 6, Mariahilfer Straße 77-79 (mit Hannes Lintl). Besondere Verdienste erlangte er auch als Musikwissenschafter; so war er 1966 Gründungsmitglied des Vereins der Freunde der Wiener Staatsoper. 2005 wurde Ferdinand Riedl das Goldene Ehrenzeichen 1. Klasse der Republik Österreich verliehen.

Die ornamentale Verglasung - Betonreliefs mit Glas - an den drei Stiegenhauszugängen wurde von Anton Krejcar, Fritz Riedl und Johannes Winkler gestaltet (1959-1961).

Dokumente