Detailinformationen
Adresse
Laaer-Berg-Straße 34-38, 1100 Wien
Laaer-Berg-Straße 34-38, 1100 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1960 - 1963
Anzahl an Wohnungen
256
Architekt*in
Hermann Kutschera
Wohnungen |
256 |
|---|---|
Waschküchen |
7 |
Stiegen |
9 |
Lokale |
8 |
Fahrradbox |
Ja |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 7 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Absberggasse wurde 1875 benannt. Der Name beruht auf der bereits 1690 urkundlich erwähnten Flurbezeichnung "In den Absbergen", einer damals häufige Bezeichnung von Weinbergen in Klosterbesitz ("des Abtes Berge").
Die Klausenburger Straße wurde 1914 nach der damals ungarischen Stadt Kolosvar benannt. 1920 kam dieses Gebiet zu Rumänien (heute Cluj in Siebenbürgen).
Die Laaer-Berg-Straße wurde nach dem Laaer Berg benannt. Bis 1956 führte sie bis zur einstigen Bezirksgrenze, der Bahntrasse Laaer Straße, der anschließende Teil hieß Wiener Straße.
In den 1960er-Jahren wurde das Gebiet an der Laaerbergstraße mit Wohnanlagen verbaut. Das Großprojekt Laaerbergstraße - Klausenburger Straße - Eisenstadtplatz umfasste zehn Gebäude mit dazwischen liegenden Grünflächen und einer Geschäftszone an der Klausenburgerstraße. Innerhalb dieses Vorhabens plante Hermann Kutschera die Wohnblöcke I - III (Nr. 34-38).
Architektur und Kunst
Die einheitlich geplante Anlage an besteht aus drei Wohnblöcken und wird von einer breiten, mit Nadelbäumen bepflanzten Grünzone an der Absberggasse und nördlich der Wohnhäuser am Eisenstadtplatz eingesäumt. Die sechsgeschoßigen Wohnhäuser mit je drei Stiegen wurden stufenartig versetzt, abgerückt von der Laaerbergstraße, in Riegelverbauung angeordnet. Jeweils über einer Sockelzone erhebt sich ein kubischer Block, wobei die äußeren Fensterachsen auf Betonstützen ruhen. Jeder Block hat ebenerdig eine rechteckige Passagenöffnung, die so angeordnet ist, dass trotz der stufenartigen Versetzung der Bauten eine gerade Durchgangsachse entsteht. An den relativ schmalen Wohnhausriegeln wurden einzelne Bauelemente (Treppenhäuser, Halbloggien) und die Farbgebung modulartig variiert, sodass innerhalb des einheitlichen Gesamterscheinungsbildes jeder Bau eine eigenständige Fassade erhält. An den Häusern Nr. 34 und 36 setzen die Stiegenhaustrakte kräftige vertikale Akzente. Sie sind turmartig, in der Bauflucht leicht vortretend zwischen die Wohntrakte gestellt und mit schmalen horizontalen Belichtungsbändern versehen. Südseitig prägen große Balkone und Fensterbänder die durch unterschiedliche Farbgebung geometrisch strukturierten Fassaden. Die Situierung der Wohnblöcke als freistehende Baukörper in einem offenen, parkartig begrünten Landschaftsraum entspricht dem architektonischen Leitgedanken der 1960er-Jahre.
Hermann Kutschera - Hermann Kutschera (1903-1991) studierte zunächst Architektur an der Technischen Hochschule Wien und später in München. 1925/26 besuchte er an der Akademie der bildenden Künste Wien die Meisterschule von Clemens Holzmeister, in dessen Atelier er bis 1930 beschäftigt war. Ab 1932 arbeitete er als selbständiger Architekt. Seine Spezialgebiete waren Gewerbebauten (Hotels und Restaurants) und Sportanlagen. Vor allem in den Kurorten Bad Gastein und Bad Ischl wurde viel nach seinen Plänen errichtet. 1936 erhielt er bei den Olympischen Spielen in Garmisch-Partenkirchen für sein Projekt eines Schistadions mit Sprungschanze eine Goldmedaille in der Disziplin Architektur. Für die Gemeinde Wien entwarf er mehrere Wohnhausanlagen.