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Oberlaaer Straße 87

Hof-Informationen Oberlaaer Straße 87

Detailinformationen

Oberlaaer Straße 87

Adresse

Ober-Laaer Straße 87, 1100 Wien

Ober-Laaer Straße 87, 1100 Wien

Bischofgasse 2, 1100 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1956 - 1956

Anzahl an Wohnungen

42

Architekt*in

Leopoldine Schwarzinger

Wohnungen

42

Waschküchen

1

Stiegen

7

Lokale

4

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Oberlaaer Straße ist nach der selbständigen Gemeinde Oberlaa benannt. Teile der Gemeinde wurden bereits 1892 dem 10. Bezirk eingegliedert, der Rest 1954.

Mit der Eingemeindung der bäuerlich strukturierten Gemeinde begann in der 2. Hälfte der 1950er-Jahre schrittweise die Erschließung neuer Wohnflächen in Oberlaa. An der Durchzugsstraße, der Oberlaaer Straße, befanden sich an dieser Stelle zwei bäuerliche Wohnhäuser, die 1956 abgebrochen wurden. In der Bischofgasse liegt der 1917 gebaute Trakt des "Landwirtschaftlichen Kasinos und Spritzenhauses der FF Oberlaa", der später auch als Kinosaal Verwendung gefunden hat. Im Trakt an der Oberlaaer Straße sind eine Polizeidienststelle, eine Mutterberatungsstelle und eine Dienststelle der Städt. Straßenverwaltung untergebracht.

Architektur und Kunst

Auf dem sich bis zum Liesingbach erstreckenden Grundstück bilden drei in Randverbauung gruppierte Wohnhäuser einen mittels Durchgängen nach außen geöffneten Innenhof. Die Front an der Bischofgasse schließt der ehemalige Kinosaal. Die Bauhöhe der Anlage berücksichtigt die umliegende Bebauungsstruktur. Dem Straßendorf entsprechend sind die beiden Häuser an der Ecke Oberlaaer Straße/Bischofgasse durch eine Pergola verbunden, die eine geschlossene Zeilenverbauung vermitteln soll. Der Wohntrakt am Kai zum Liesingbach ist in Randverbauung angeordnet. Die einfachen Häuser haben zwei Geschoße und Walmdächer mit Mansardenausbauten, einige auch kleine kubische Balkone, die für den Wohnhausbau der 1950er-Jahre typisch sind. Im oberen Geschoß sind die Fenster der Eingangsachsen durch breite Fensterfaschen hervorgehoben. Gleichförmig gereihte Fenster und die Farbe des Feinputzes sind das vereinheitlichende Gestaltungselement der Anlage. Ein zeittypisches Merkmal ist der bepflanzte Innenhof mit einem Mosaikbrunnen, Kinderspielplätzen und Ruhezonen.

Leopoldine Schwarzinger - Leopoldine Schwarzinger (geb. Pollak, 1913-2002) studierte vor dem Zweiten Weltkrieg Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach 1945 war sie (unter den Namen L. Schwarzinger und L. Kirschner) vor allem im Wiederaufbau tätig und entwarf vorwiegend in Gemeinschaft mit anderen Architekten mehrere Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien. Von ihr stammen unter anderem die Pläne für die Wohnhäuser Oberlaaer Straße 87 in Wien 10 (1956) und Geibelgasse 10 in Wien 15 (1978-1980); zusammen mit Felix Hasenöhrl entwarf sie die Anlage Römersthalgasse 9-17 in Wien 11 (1961/62).

Im begrünten Innenhof der Wohnanlage befindet sich ein Brunnen des Künstlers Karl Prantl. Die beiden konzentrischen Becken aus Kunststein tragen an der Außenwand ein kleinteiliges Mosaik aus keramischen quadratischen Mosaiksteinen.

Dokumente