Detailinformationen
Adresse
Antonsplatz 14-15, 1100 Wien
Antonsplatz 14-15, 1100 Wien
Wirerstraße 3-5, 1100 Wien
Angeligasse 18b, 1100 Wien
Angeligasse 18a, 1100 Wien
Angeligasse 18, 1100 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1955 - 1957
Anzahl an Wohnungen
110
Architekt*in
Paul Widmann, Walther Raschka
Wohnungen |
110 |
|---|---|
Waschküchen |
3 |
Stiegen |
6 |
Lokale |
6 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Der Antonsplatz erhielt seinen Namen 1897 nach der dem Hl. Antonius von Padua (1759-1813) geweihten Pfarrkirche, einem monumentalen Kuppelbau mit byzantinischen Stilelementen (errichtet von Gustav Neumann um die Jahrhundertwende nach dem Vorbild der Markuskirche in Venedig).
Die trapezförmige Anlage befindet sich südlich vom Reumannplatz und ist mit diesem durch die axial ansteigende Neusetzgasse verbunden. Innerhalb der Grünanlage steht etwas erhöht die Antoniuskirche, die 1896 bis 1901 von Gustav Neumann erbaut wurde. Der Antonsplatz wurde im Zweiten Weltkrieg mehrmals durch Bombentreffer beschädigt, auch die Kirche wurde zweimal voll getroffen. Von dem Verband vier- bis fünfgeschoßiger Zinshäuser, die gegen Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts hier errichtet wurden, ist heute nur mehr ein Bruchteil vorhanden. Die städtische Wohnhausanlage, von der ein Teil zum Antonsplatz (Inzersdorfer Straße) hin orientiert ist, ist einer jener Baulückenschließungen, die anstelle der im Krieg zerstörten Wohnhäuser entstand. Die Neubauten bilden gemeinsam eine große, zusammenhängende Wohnhausanlage, die im Westen an bereits früher errichtete Wohnhäuser der Stadt anschließt.
Architektur und Kunst
Die sechsgeschoßige Wohnhausanlage besteht aus drei frei stehenden Gebäudetrakten, die an verschiedenen Straßenzügen in einem gründerzeitlichen Viertel als Baulückenschließungen konzipiert wurden. Zwei der Trakte liegen in paralleler Ausrichtung an der Inzersdorfer Straße (Antonsplatz) und der Angeligasse; der dritte, etwas kleinere Baublock umfasst die Stiegen 3 und 4 an der Wirerstraße.
Zwischen den beiden Baublöcken an der Angeligasse befindet sich der offene Durchgang in den Hof, von dem aus alle sechs Stiegen bzw. 109 Kleinwohnungen erschlossen werden. Die einfachen Fenster sowie die in die Höhe gestaffelten Baukuben mit dem zentrierten Dachgaubenverband stellen die wesentlichen Merkmale dar. Die Fassaden sind nüchtern und ohne jegliche Profilierung im Mauerwerk gestaltet. Aufgrund der fast durchgehend gleichen Achsenreihung wirken die Gebäude rasterförmig. Nur die halbstockversetzten Öffnungen der Stiegenhäuser durchbrechen die Uniformität. Hie und da sorgen französische Fenster für eine Belebung der schlichten Fassaden. Und nicht zuletzt wird die Einförmigkeit durch den Einsatz kräftiger Farbakzente an den Fassaden aufgelockert und es entsteht eine bewusste Abgrenzung der einzelnen Baublöcke untereinander.
Paul Widmann - Paul Widmann (1913-2006) studierte von 1931 bis 1936 an der Technischen Hochschule Wien. Unter anderem plante er zusammen mit Walther Widmann für die Gemeinde Wien die Wohnhausanlage Antonsplatz 14-15 in Wien 10 (1955-1957) und in einer größeren Arbeitsgemeinschaft den Hugo-Breitner-Hof in Wien 14, Linzer Straße 299-325 (1949-1956).
Walther Raschka - Walther Raschka (1891-1971) studierte an der Technischen Hochschule sowie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er plante unter anderem die Wohnhausanlagen in der Dornbacher Straße 84a (Wien 17), in der Max-Emanuel-Straße 13 (Wien 18; zusammen mit Ernst Egli) sowie in der Rupertgasse 5-7 (Wien 14).
An der Hofinnenseite des zum Antonsplatz gerichteten Gebäudetraktes befinden sich jeweils über den Eingängen zu den Stiegen 1 und 2 die beiden bunt schraffierten Wandmosaike "Fisch" und "Schmetterling" des Malers und Kunstprofessors Emmerich Schaffran (1883-1962). Ecke Wirerstraße/Angeligasse ziert das Wandbildrelief "Wandernde Jugend" der Keramikerin Hertha Bucher (1898-1960) die Stirnseite des Gebäudes.