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Erdberger-Hof

Hof-Informationen Erdberger-Hof

Detailinformationen

Erdberger-Hof

Adresse

Drorygasse 19-23, 1030 Wien

Drorygasse 19-23, 1030 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1921 - 1922

Anzahl an Wohnungen

61

Architekt*in

Karl Schmalhofer

Wohnungen

61

Waschküchen

1

Stiegen

3

Lokale

10

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Der Erdbergerhof ist die älteste Wohnhausanlage der Gemeinde Wien im 3. Bezirk. Er ist nach der ehemaligen Vorstadt "Erdberg" benannt, welche bereits 1192 bei der Gefangennahme von Richard Löwenherz als "Ertpurch" (Erdburg) Erwähnung fand. 1850 wurde Erdberg dem 3. Bezirk eingegliedert.

Der Wohnbau wurde auf dem ehemaligen Gelände der "Wällischen Gärten" errichtet, die bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Versorgungsfaktor für die Wiener Bevölkerung waren. Die Gründe gehörten zum Besitz der aus Verona stammenden Oria della Scala. 1445 schenkte sie die Gartenanlagen dem Augustinerorden. Zum Gedenken an die aus dem "Welschland" stammende Stifterin wurden diese bis zur Verbauung ab Mitte des 19. Jahrhunderts als "Wällische Gärten" bezeichnet.

Architektur und Kunst

Der lang gestreckte Bau wird von der Straße durch drei Eingänge erschlossen. Das zentrale Portal ist rechteckig in die flache Fassade eingelassen und wird nur durch kannelierte Wandvorlagen umrahmt. Die runden Seitenportale sind leicht vor die Fassade gezogen und mit schlichten Dreiecksgiebeln versehen. Sie werden von jeweils vier kannelierten Pilastern flankiert, die über drei Geschoße reichen und ein Gebälk mit aufgesetzten Kugeln tragen. Die Fensterachsen seitlich davon werden von feinen Rundbögen umgeben. Durch den Ausbau des Dachgeschoßes direkt über den Seitenportalen wird die lange, monotone Fassade zusätzlich blockartig gegliedert.

Karl Schmalhofer - Karl Schmalhofer (1871-1960) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Als Architekt des Wiener Stadtbauamtes errichtete er zahlreiche Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien. Sein bedeutendstes Werk ist das gemeinsam mit Otto Nadel erbaute Amalienbad (Wien 10, Reumannplatz).

Die äußerst dünn aufgetragenen Dekorationselemente orientieren sich vor allem an der klassizistischen Formensprache. In den Kugeln und den scharf eingeschnittenen Dreiecksgiebeln verweisen sie allerdings schon auf den Expressionismus der nur wenig später entstehenden benachbarten Gemeindebauten.

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