Detailinformationen
Adresse
Buchengasse 25-37, 1100 Wien
Buchengasse 25-37, 1100 Wien
Hausergasse 10-14, 1100 Wien
Steudelgasse 27, 1100 Wien
Puchsbaumgasse 24-36, 1100 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1936 - 1938
Anzahl an Wohnungen
172
Architekt*in
Konstantin Peller
Wohnungen |
172 |
|---|---|
Waschküchen |
4 |
Siegen |
18 |
Lokale |
11 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 4 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Zu Beginn der 1930er-Jahre wurde der kommunale Wohnungsbau durch die zunehmend schlechte Wirtschaftslage massiv eingeschränkt. Um für die arbeitslose Bevölkerung trotzdem Wohnraum und Beschäftigung schaffen zu können, ging die Stadt dazu über, am Stadtrand liegendes Bauland zu erschließen und so genannte "Erwerbslosensiedlungen" zur Verfügung zu stellen. Die Siedlungshäuser wurden von den späteren Bewohnern nach einem vorgegebenen Bebauungsplan selbst errichtet. Durch die Ausschaltung des Parlaments und die Einführung einer autoritären ständestaatlichen Verfassung verlor Wien 1934 den Status eines eigenen Bundeslandes. Der Wohnbau kam so gut wie zum Erliegen, und die Arbeitslosigkeit stieg weiter. Der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung versuchte die Stadt entgegenzuwirken, indem sie Bauland zur Gründung autarker Wohneinheiten bereitstellte und so die Bewohner aus den Arbeiterbezirken an den grünen Stadtrand absiedelte.
Die Benennung der Gasse erfolgt 1872 nach der Baumart Buche (Fagus Sylvatica), die allerdings auf dem Laaer Berg nicht heimisch ist.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Favoriten noch weitgehend unverbaut. Die städtebauliche Entwicklung begann hier erst mit der Errichtung des Arsenals (1849 - 1856), des Südbahnhofes (1867 - 1870) und der Bautätigkeit an der Ringstraße, wodurch die in Favoriten ansässigen Ziegelfabriken großen Aufschwung erhielten. Die günstige Verkehrsanbindung durch den neuen Südbahnhof hatte zudem die Ansiedlung zahlreicher Betriebe zur Folge. Um Wohnraum für die zugezogenen Arbeiter zu schaffen, wurde das Gebiet bis zur Quellenstraße nach einem Rasterplan mit vorwiegend viergeschoßigen Zinshausblöcken verbaut. Nach dem Börsenkrach 1873 stagnierte allerdings die Bautätigkeit. Ab 1890 kam es durch die Ansiedlung von mittelgroßen Fabriken entlang der Quellenstraße, wie etwa der nahe liegenden Ankerbrot-Fabrik (1892), zu einem neuerlichen Wachstum. Die noch freien Flächen wurden in der Zwischenkriegszeit mit zum Teil weiträumigen Wohnhausanlagen verbaut.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage erstreckt sich über ein von vier Straßen umschlossenes Geviert in der gründerzeitlichen Rasterverbauung von Favoriten. Die durchwegs vier Hauptgeschoße umfassende Anlage folgt dabei dem Prinzip der Blockrandverbauung und umschließt einen weitläufigen Innenhof. Die lange Front zur Buchengasse wird durch flache Erkerfelder rhythmisiert, die jeweils drei Fensterachsen über drei Geschoße einfassen. Über ihnen hochragende Ausbauten übernehmen diese Gliederung und brechen die Dachsilhouette auf. Dekorative Akzente an der sehr reduziert durchgestalteten Fassade setzen die Gesimsstücke, die die Fenster der Erkerfelder zum Teil rahmen. Die übrigen Fenster sind schlicht in die glatte Putzfassade eingesetzt. Einspringende Ecken leiten zu den Schmalseiten der Steudelgasse und der Hausergase über, die aufgrund des ansteigenden Geländeniveaus zur Puchsbaumgasse jeweils einmal in der Höhe gestuft sind. An ihnen sind einzelne Fensterachsen in flache, durch Gesimse profilierte Erker gefasst. An der Puchsbaumgasse greifen diese Erkerpartien um die Ecken der Wohnhausanlage, die sich hier durch einen weiten, abgetreppten Einschnitt zur Straße öffnet. Die Gestaltung der Hoffronten folgt den Prinzipien der Straßenseiten. Allerdings erstrecken sich hier die farblich abgehobenen Erker auch über die Erdgeschoßzone. Zusätzlich wird die Baumasse durch die vorspringenden Risalite der Stiegenhäuser belebt.
Konstantin Peller - Konstantin Peller (1887-1969) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterschule von Otto Wagner. Er arbeitete zunächst als freischaffender Architekt sowie für kurze Zeit mit Josef Ludwig, bevor er vor Beginn des Ersten Weltkriegs in das Wiener Stadtbauamt eintrat. Während seiner Tätigkeit in dieser Funktion entwarf er, oft in Zusammenarbeit mit Julius Stoik und Adolf Stöckl, mehrere städtische Wohnhausanlagen und war u. a. auch bei der Regulierung des Wienflusses tätig. 1945 wurde Peller zum Vorsitzenden der Stadtplanung und des Wiederaufbaus ernannt. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Wiener Stadtbauamt hat Konstantin Peller mit der Gestaltung einer Reihe von Wohnbauten die Architektur des Roten Wien entscheidend mitgeprägt.