Detailinformationen
Adresse
Gellertgasse 21, 1100 Wien
Gellertgasse 21, 1100 Wien
Quellenstraße 32, 1100 Wien
Gellertplatz 1-3, 1100 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1957 - 1957
Anzahl an Wohnungen
85
Architekt*in
Heinrich Vana
Wohnungen |
85 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
4 |
Lokale |
8 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Gellertgasse wurde 1872 nach dem deutschen Dichter und Moralphilosophen Christian Fürchtegott Gellert (1715 - 1769) benannt. Seine Werke galten während der Übergangszeit von Aufklärung zu Sturm und Drang zu den meistgelesenen in Deutschland und wurden später unter anderem von Ludwig van Beethoven vertont.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Favoriten noch weitgehend unverbaut. Die städtebauliche Entwicklung begann hier erst mit der Errichtung des Arsenals (1849 - 1856), des Südbahnhofes (1867 - 1870) und der Bautätigkeit an der Ringstraße, wodurch die in Favoriten ansässigen Ziegelfabriken großen Aufschwung erhielten. Die günstige Verkehrsanbindung durch den neuen Südbahnhof hatte zudem die Ansiedlung zahlreicher Betriebe zur Folge. Um Wohnraum für die zugezogenen Arbeiter zu schaffen, wurde das Gebiet bis zur Quellenstraße nach einem Rasterplan mit meist viergeschoßigen Zinshausblöcken verbaut. Nach dem Börsenkrach 1873 stagnierte allerdings die Bautätigkeit. Ab 1890 kam es durch die Ansiedlung von mittelgroßen Fabriken auf den noch unverbauten Flächen entlang der Quellenstraße, wie etwa der nahe liegenden Ankerbrot-Fabrik (1892), zu einem neuerlichen Wachstum. Der Gellertplatz war um 1900 bereits geschlossen verbaut. Die Wohnhausanlage wurde an der Stelle von im Zweiten Weltkrieg zerstörten Häusern errichtet.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage erstreckt sich in Blockrandverbauung von der Gellertgasse über den Gellertplatz in die Quellenstraße. Der auf den Gellertplatz ausgerichtete Bauteil umfasst sieben Geschoße, von denen das Erdgeschoß als Geschäftszone dient. Die zwölf Fensterachsen der breiten Front sind in drei Gruppen angeordnet. Zwei Balkonachsen zentrieren den Aufbau zur Mitte und unterstreichen die symmetrische Fassadenstruktur. Die Fenster sind mit schlichten Rahmungen versehen in die glatte Putzfassade eingeschnitten. Das abschließende Dachgesims und das Gesimsband über der Geschäftszone fassen die Front kompakt zusammen. Sich über die beiden äußeren Fensterachsen erstreckende Krümmungen der Fassade münden in an den Ecken sitzende Erker. Die das Dachgesims durchbrechenden Erker überbrücken mit den anschließenden Balkonen die Geschoßreduzierung zu den Seitenteilen, die sich über je fünf Fensterachsen erstrecken. Hier eingelassene Durchgänge führen in den begrünten Innenhof, von dem aus die vier Stiegenhäuser erschlossen werden. Die schlichte Hoffront wird von den Stahlkonstruktionen der nachträglich installierten Aufzüge dominiert.
Heinrich Vana - Heinrich Vana (1889-1967) studierte nach seinem Kriegsdienst von 1920 bis 1923 Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bereits ab 1924 war er als selbstständiger Architekt für die Stadt Wien tätig, für die er auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinem Sohn Kurt Vana mehrere Wohnbauprojekte realisierte.