Detailinformationen
Adresse
Pramergasse 30, 1090 Wien
Pramergasse 30, 1090 Wien
Roßauer Lände 21, 1090 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1929 - 1930
Anzahl an Wohnungen
88
Architekt*in
Karl Schmalhofer
Wohnungen |
88 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
6 |
Lokale |
8 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Pramergasse wurde im Jahr 1782 nach dem Stadtgerichtsbeisitzer und Privatier Wolf Pramer (1587-1592) benannt; um 1730 hieß sie Gärtnergasse und ab 1782 Kothgasse. Pramer besaß in der Roßau ein Haus sowie zahlreiche Grundstücke.
Die Wohnhausanlage umfasste ursprünglich 96 Wohneinheiten - 18 im Erdgeschoß und jeweils 19 in den vier Regelgeschoßen. Im Dachboden gab es eine weitere Wohnung sowie ein Studio, an der Fassade erkennbar durch ein großes, auffälliges Atelierfenster. Im Jahr 1952 wurden durch den Umbau mehrerer Waschküchen vier weitere Wohnungen geschaffen. Durch Zusammenlegungen verringerte sich die Zahl der Wohnungen in den darauf folgenden Jahrzehnten wieder auf heute 91.
Architektur und Kunst
Bei der Wohnhausanlage in der Pramergasse handelt es sich um eine modifizierte Blockrandverbauung. Sie wurde an der Längsseite aufgebrochen, um - nicht zuletzt den politischen Gedanken unterstützend - Einblick in das soziale Gefüge zu gewähren. Eine im Erdgeschoß durchlässige Spange teilt den Innenhof, eine weitere schließt diesen zur Feuermauer der Nachbarparzelle hin ab. Erschlossen wird das Gebäude über insgesamt sechs hofseitig gelegene Stiegenhäuser. Dadurch übernimmt der Innenhof die Funktion eines Kommunikationskatalysators - eine Situation, die den Wohnbau der 1920er-Jahre auszeichnet. Der Baukörper ist kubisch strukturiert und durch von der Baulinie vor- und zurückspringende Bauteile sowie ineinandergestellte Baumassen plastisch moduliert. Die Fassade weist die für diese Zeit charakteristischen Gliederungselemente auf - Balkone, Loggien, Erker und übers Eck gezogene Gesimse - und ist ansonsten dekorfrei gestaltet.
Karl Schmalhofer - Karl Schmalhofer (1871-1960) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Als Architekt des Wiener Stadtbauamtes errichtete er zahlreiche Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien. Sein bedeutendstes Werk ist das gemeinsam mit Otto Nadel erbaute Amalienbad (Wien 10, Reumannplatz).