Detailinformationen
Adresse
Pfeilgasse 10-12, 1080 Wien
Pfeilgasse 10-12, 1080 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1954 - 1956
Anzahl an Wohnungen
60
Architekt*in
Heinrich Reitstätter
Wohnungen |
60 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
7 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Pfeilgasse wurde 1862 nach einem Hausschild "Zum Pfeil" benannt, der vorherige Name des Straßenzuges lautete "Neue Gasse im Sack".
In den Jahren 1954 bis 1956 wurde nach den Plänen von Heinrich Reitstätter in der Pfeilgasse 10-12 ein Wohnhaus mit heute 61 Wohnungen und zwei Geschäftslokalen erbaut. Zudem wurde in dem Gebäude ein städtischer Kindergarten eingerichtet. Dies ist auch der Grund für die Gestaltung des großzügig angelegten Innenhofs als Spielplatz. Heute befindet sich in diesen Räumlichkeiten das Bildungszentrum der Kinderfreunde.
Architektur und Kunst
Der Grundriss des Gebäudes ähnelt einem großen "T", wobei der "Querbalken" den größeren der beiden Trakte darstellt. Er erstreckt sich in Nord-Süd-Ausrichtung fast über das gesamte Grundstück und bildet die östliche Begrenzung des Innenhofs. Der größere Teil der Straßenfront wird vom dazu rechtwinkelig angelegten Längstrakt eingenommen. Mehr als die Hälfte des Grundstücks ist als parkähnlicher Innenhof angelegt. Die Wohnhausanlage verfügt über eine Hofeinfahrt mit dem Zugang zur Stiege 1; die Stiege 2 wird von der Hofseite aus erschlossen. Beide Stiegen verfügen über eine Aufzuganlage.
Die Baulinie gibt, da sie nicht parallel zur Straßen verläuft, vor dem Haus eine trapezförmige Fläche frei, die durch Bepflanzung sowie mit Naturstein und einem Brunnen gestaltet wurde. Das Erdgeschoß des Hauses hebt sich mit seiner horizontalen Fassadenstruktur von der schlicht gestalteten Front der fünf darüber liegenden Stockwerke ab.
Heinrich Reitstätter - Heinrich Reitstätter (1903-1971) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien. In Wien realisierte er auch den Großteil seiner Wohnbauprojekte, darunter die kommunale Wohnhausanlage in der Pfeilgasse 10-12, Wien 8. In Salzburg zeichnete er für die Bauleitung des "Hotel Europa" verantwortlich (Pläne von Josef Bevcar). Zudem plante er den Umbau einiger Filialen der Creditanstalt-Bankverein AG in Salzburg und Wien.
Matthias Hietz ist der Schöpfer der Figurengruppe für den Brunnen am Vorplatz der Wohnhausanlage - das 1954 geschaffene Kunstwerk steht unter Denkmalschutz. Der Künstler erhielt 1961 den Kulturpreis des Landes Niederösterreich und ist der Gründer des "ständigen Künstlersymposiums" neben dem Steinbruch in Lindabrunn in Niederösterreich.