Detailinformationen
Adresse
Schottenfeldgasse 37, 1070 Wien
Schottenfeldgasse 37, 1070 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1987 - 1989
Anzahl an Wohnungen
19
Architekt*in
Libuse Partyka
Wohnungen |
19 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.
Vor allem im Gegensatz zu den großen Höfen in Wien wurde der Gemeindebau in der Schottenfeldgasse 37 nicht eigens benannt. Der Name Schottenfeldgasse existiert seit 1862 und geht auf den ehemaligen Vorort Schottenfeld zurück, der im Besitz des Schottenstiftes war und 1850 dem 7. Bezirk eingemeindet wurde. Zuvor hieß die Gasse Mittergasse, Münchnerbotengasse und Feldgasse.
Im Jahr 1983 gelangte das Grundstück Schottenfeldgasse 37, auf dem sich damals noch Parkplätze befanden, in den Besitz der Stadt Wien. 1986 erging der Bescheid für die Errichtung eines siebenstöckigen Wohnhauses mit 19 Wohnungen und Tiefgarage, das von Libuše Partyka geplant wurde.
Architektur und Kunst
Die Fassade des Wohnbaus sticht im Straßenverband hervor: Im Gegensatz zum klassischen Zinshaus der Gründerzeit sowie zu vielen anderen Gemeindebauten aus den 1980er-Jahren zeichnet sich die Fassade nicht durch einen geraden Abschluss gegen die Straße hin aus, sondern durch vor- und zurückspringende Baukörper. Ein halbrunder Mittelrisalit, hinter dem sich das Stiegenhaus befindet, wird links und rechts von zwei vorspringenden, auf je einer Säule ruhenden Baukörpern flankiert. Das einer solchen Fassadengestaltung zugrunde liegende Prinzip lässt sich letztlich bis auf die Architektur profaner Barockbauten zurückführen, auch wenn charakteristische Elemente wie etwa die Dachlandschaft auf moderne Art gelöst wurden. Hinsichtlich des Aspektes "sozialer Gemeindebau" muss an dieser Anlage vor allem die Behindertenwohung im Erdgeschoß hervorgehhoben werden. Sie verfügt über eine Terasse sowie über eine Rampe in den Garten. Auf die im Hof stehenden Bäume wurde bei der Planung Rücksicht genommen, der Hof wurde mit einem Kinderspielplatz und Bänken ausgestattet.
Libuse Partyka - Libuse Partyka (geb. Partykova, 1921-1995; verh. Bazalka) studierte ab 1944 Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Wien. Für die Gemeinde Wien plante sie meist in Zusammenarbeit mit anderen Architektinnen mehrere Bauwerke, wie etwa mit Erika Peters und Eugenie Pippal-Kottnig die Wohnhäuser Weintraubengasse 6-10 und 13 in Wien 2 (1982-1983) und Zirkusgasse 30 in Wien 2 (1981-1983). Die Pläne zur Anlage Schottenfeldgasse 37 in Wien 7 (1987-1989) stammen von Partyka alleine.