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Neustiftgasse 143

Hof-Informationen Neustiftgasse 143

Detailinformationen

Neustiftgasse 143

Adresse

Neustiftgasse 143, 1070 Wien

Neustiftgasse 143, 1070 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1925 - 1926

Anzahl an Wohnungen

37

Architekt*in

Georg Rupprecht

Wohnungen

37

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

3

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Neustiftgasse ist einer der ältesten Straßenzüge des Bezirkes. Seit 1862 ist er nach dem ehemalige Ort Neustift benannt, der bereits 1315 urkundlich Erwähnung fand.

Das heute unter Denkmalschutz stehende Haus enthielt ursprünglich 45 Wohnungen, ein Geschäftslokal, ein Magazin, zwei Waschküchen und vier Trockenböden. Das spätklassizistisch gestaltete Vestibül und die Stiegenhäuser waren mit kunstvollen Schmiedeeisengittern versehen, der geräumige Innenhof gärtnerisch gestaltet. Nicht nur die Fassade ist von künstlerischer Wirkung, sondern auch die Größe und Form der Architektur: Das Haus repräsentiert den kleinbürgerlich geprägten Lebensstil der damaligen Bevölkerung des VII. Bezirks.

Architektur und Kunst

Das Wohnhaus ist ein Beispiel für die ausdrucksvolle Bauweise der Gemeindebauten der 1920er-Jahre, die noch heute vielerorts das Stadtbild prägen. Das Haus besteht aus einem Straßentrakt, einem Hoflängs- und einem Hofquertrakt. Im Haupthaus findet sich ein Dachboden mit Satteldach, die Hoftrakte sind flachdachig und ohne speziellen Dachboden. Die Fassade ist reichhaltig gegliedert und eindrucksvoll dekoriert. Im Gegensatz dazu besticht der Hoftrakt durch Nüchternheit und Schlichtheit. Rechts am Hoflängstrakt gibt es einen Aufgang zu einer separierten Wohnung.

Georg Rupprecht - Georg Rupprecht (1891-1940) studierte ab 1909 an der Technischen Hochschule Wien. Aufgrund des Kriegsdienstes konnte er das Studium allerdings erst 1918 abschließen. Ab 1923 widmete er sich als selbständiger Architekt unterschiedlichsten Bauaufgaben. So wurden nach seinen Entwürfen Villen in Rom, Salzburg und in Zoppot bei Danzig (heute Polen) errichtet. In Wien plante er vor allem Geschäftslokale und Kaffeehäuser, unter anderem auch die Bar im Hotel Bristol. Seine wichtigsten Bauten für die Gemeinde Wien sind der Franz-Silberer-Hof in Wien 3 und der Karl-Leuthner-Hof in Wien 6.

Fassade, Foyer und Stiegenhaus sind durch Art-déco-Elemente effektvoll dekoriert. Ornamente in Form von zwei großen Blumenvasen und vielen kleinen Medaillons im Stil der 20er-Jahre schmücken die Straßenfront. Vier riesige Rundbögen und diamantartig geformte Wandpfeiler im Erdgeschoß unterstreichen die expressionistische Bauweise.

Dokumente