Detailinformationen
Adresse
Bürgerspitalgasse 7, 1060 Wien
Bürgerspitalgasse 7, 1060 Wien
Aegidigasse 8, 1060 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1986 - 1988
Anzahl an Wohnungen
38
Architekt*in
Albert Zweymüller
Wohnungen |
38 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.
Die Bürgerspitalgasse trägt seit 1841 diesen Namen. Benannt wurde sie nach dem Bürgerspitalfonds, dem einstigen Besitzer dieses Viertels.
Auf dem Grundstück der heutigen Wohnhausanlage sind zwei Vorgängerbauten aus den Jahren 1846 und 1858 nachweisbar. 1907 wurde ein drei Etagen hoher Werkstättentrakt im Hof des Hauses Aegidigasse 8 errichtet, aus dem Jahr 1932 liegt eine Abbruchgenehmigung für den baufälligen viergeschoßigen Gassentrakt dieses Hauses vor. An seiner Stelle wurde 1934 ein Lager für Kohle und Koks sowie 1958 ein Autoabstellplatz eingerichtet. 1984 wurde das dreigeschoßige Fabriksgebäude ebenso wie die vorgelagerte Ausstellungshalle abgerissen.
Architektur und Kunst
Das fünfgeschoßige Wohnhaus stammt aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre und besticht durch seine auffallende Strukturierung. Zwei nischenartige Rücksprünge gliedern die glatte Fassade des Gebäudes in drei Teile, wobei das Erdgeschoß des linken und mittleren Bereichs als Arkadengang gestaltet ist, dessen Stützen abwechselnd paarweise bzw. einzeln anordnet sind. Mit der Abtreppung nach dem dritten Stockwerk, die durch ein abschließendes Gesims akzentuiert wird, passt sich das Wohnhaus in seiner Höhe dem kleineren, rechts angrenzenden Nachbargebäude an. Ein begrünter Innenhof mit Sitzbereichen und einem Kinderspielplatz verbindet den Bauteil in der Bürgerspitalgasse mit dem gleich gestalteten Trakt in der Aegidigasse.
Albert Zweymüller - Albert Zweymüller (geb. 1942) graduierte 1971 an der University of California, Los Angeles, zum Master of Architecture und unterhält seit Ende 1974 ein eigenes Atelier in Wien. Zu seinen Werken zählen unter anderem 1987-1988 der Neubau der Aufbahrungshalle am Friedhof Hetzendorf in Wien 12 (mit Gisela Muhrhofer, 1987/88) und die Wohnhausanlage Bürgerspitalgasse 7/Ägidigasse 8 in Wien 6 (1990). Zudem ist er an der Revitalisierung des Gebäudekomplexes der TU Wien sowie an der Adaptierung des Museums für Völkerkunde in Wien 1 (neue Hofburg) beteiligt.