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Linke Wienzeile 132

Hof-Informationen Linke Wienzeile 132

Detailinformationen

Linke Wienzeile 132

Adresse

Linke Wienzeile 132, 1060 Wien

Linke Wienzeile 132, 1060 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1983 - 1984

Anzahl an Wohnungen

26

Architekt*in

Wilhelm (Willi) Gehrke

Wohnungen

26

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Die Linke Wienzeile, eine über drei Bezirke angelegte Verbindung (6., 12., 15. Bezirk), am linken Wienflussufer gelegen, existiert seit dem Jahre 1899. Im 6. Bezirk hieß sie zuerst Am Wienufer, dann Ufergasse, später Magdalenenstraße und zuletzt Wienstraße, bis sie schließlich ihren jetzigen Namen erhielt.

Das Grundstück, auf dem 1983 mit dem Bau der städtischen Wohnhausanlage begonnen wurde, reichte von der Mollardgasse bis zur Linken Wienzeile und war im Besitz des "Hilfsvereins der Baptisten Österreichs", der in der Mollardgasse 35 nach wie vor seinen Sitz hat. 1923 ließen die Baptisten nach Plänen von Anton Wiegand jun. ein fünfgeschoßiges Wohn- und Versammlungshaus samt Kapelle für 400 Personen errichten. Mit seinem Zackengiebelfries und übergiebelter Attika samt Metallkreuz setzt der Gemeindebau expressive Akzente, leichte Schäden durch den Zweiten Weltkrieg wurden 1959 beseitigt.

Architektur und Kunst

Die siebengeschoßige, zur Gänze unterkellerte Wohnhausanlage wurde entlang der Linken Wienzeile errichtet und umfasst bei zwei Stiegenhäusern 26 Wohnungen. Von den 17 erforderlichen PKW-Stellplätzen wurden fünf im Hof situiert und zwölf in der benachbarten Garage der Wohnhausanlage Linke Wienzeile 136 untergebracht. Das Gebäude ist gegliedert in Sockelzone, Mittelfeld und Dachaufbau. Im Erdgeschoß, das sich farblich vom Rest des Hauses abhebt, befinden sich sowohl die Durchfahrt zum Innenhof an der linken benachbarten Hausmauer wie auch das mittig gelegene Portal. Durch die Anordnung der verschiedenformatigen Fensteröffnungen wird die Fassade rhythmisch bestimmt. In der Mitte des Gebäudes werden zwei Fensteröffnungen durch farbliche Putzfelder optisch zu einem Fensterband zusammengefasst. Daran reihen sich, jeweils spiegelverkehrt, bodentiefe französische Fenster, die schließlich von einfachen, horizontalen Fensterreihen begrenzt werden. Das Hauptgesims ist vorkragend und schließt die Fassade nach oben hin ab. Entlang der Linken Wienzeile wurde das Dach mit zentral situierten Dachgaupen bestückt. Die innere Erschließung erfolgt über zwei seitlich gelegene Stiegenhauskerne, die durch ihre großformatigen Fensteröffnungen für eine natürliche Belichtung sorgen.

Wilhelm (Willi) Gehrke - Wilhelm (Willi) Gehrke (geb. 1915) studierte unter anderem bei Hans Jaksch, Siegfried Theiss und Karl Holey an der Technischen Hochschule Wien (Diplom 1938). Nach dem Kriegsdienst war er zunächst von 1945-1953 als angestellter Architekt, dann selbständig in einer Arbeitsgemeinschaft tätig und führte nach Ablegung seiner Ziviltechnikerprüfung ab 1960 sein eigenes Büro in Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem die Wohnhäuser Linke Wienzeile 132 in Wien 6 (1983/84) und Wiesengasse 32 in Wien 9 (1968/69). Gemeinsam mit Hans Kunath plante er das 1968 bis 1971 errichtete Pensionistenwohnheim Maria Jacobi in Erdberg, Wien 3.

Dokumente