Detailinformationen
Adresse
Kaunitzgasse 11-13, 1060 Wien
Kaunitzgasse 11-13, 1060 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1952 - 1953
Anzahl an Wohnungen
36
Architekt*in
Kurt Klaudy
Wohnungen |
36 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die seit 1862 bestehende Kaunitzgasse wurde nach Wenzel Anton Fürst von Kaunitz (1711-1794) benannt. Der ab 1753 amtierende Staatskanzler leitete die Politik Maria Theresias, Josephs II. und Leopolds II.
Am 7. März 1952 beschloss der Gemeinderat, auf den gemeindeeigenen Liegenschaften in der Kaunitzgasse/Ecke Dürergasse das städtische Althaus abzutragen und durch einen Neubau ersetzen zu lassen. Das neue Kleinwohnungshaus wurde mit zwei Stiegenhäusern und insgesamt 38 Wohnungen, einem Atelier, einem Geschäftslokal und einer Transformatorenstation ausgestatte.
Architektur und Kunst
Das unter der Ausführung von Egon Pribek errichtete städtische Wohnhaus grenzt an zwei Straßen (Kaunitzgasse, Dürergasse) und verfügt über zwei Stiegenhäuser mit je sechs Geschoßen sowie einem Kellergeschoß. Der terrainmäßig bedinge Niveauunterschied der leicht abschüssigen Kaunitzgasse wird im Bereich des Kellers ausgeglichen und als ebenerdiger Vorbau bis zur Straße vorgezogen.
An der nach Norden orientierten Fassade gibt es drei, an der der Kaunitzgasse zugewandten Hauptfassade neun Fensterachsen. Entlang der Dürergasse ist das Satteldach mit Gauben versehen, das Hauptgesims ist vorkragend und schließt die Fassade nach oben hin ab. Die typische Lochfassade besitzt einen glatten, einfärbigen Putzanstrich, die großteils hochrechteckigen, zweiflügeligen Fenster sind einfach in die Fassade eingeschnitten. Das Wohnhaus ist über zwei Portale mit kleinen Vordächern begehbar; sie führen in die beiden an der Kaunitzgasse liegenden, natürlich belichteten Stiegenhäuser.
Der Niveauunterschied im Innenhof wird durch eine Treppenkonstruktion überwunden. Die rückwärtige Front weist ein Nebenportal sowie zwei weitere Eingänge auf, die zu den dort gelegenen Lokalitäten führen.
Kurt Klaudy - Kurt Klaudy (geb. 1905) wurde zunächst als Maler ausgebildet. Ab 1924 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Wien und Kunstgeschichte. 1929 machte er sich als Architekt selbstständig und bildete von 1934 bis 1945 eine Arbeitsgemeinschaft mit Georg Lippert. Sein erstes Bauwerk, ein Dreifamilienhaus (Braungasse 38, Wien 17), wurde 1935 auf der Weltausstellung in Brüssel ausgestellt. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen das Flughafengebäude Wien-Schwechat und die Generalplanung der Wiener Hafenanlagen.