Detailinformationen
Adresse
Mollardgasse 28, 1060 Wien
Mollardgasse 28, 1060 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1937 - 1938
Anzahl an Wohnungen
54
Architekt*in
Engelbert Mang
Wohnungen |
54 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
9 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Zu Beginn der 1930er-Jahre wurde der kommunale Wohnungsbau durch die zunehmend schlechte Wirtschaftslage massiv eingeschränkt. Um für die arbeitslose Bevölkerung trotzdem Wohnraum und Beschäftigung schaffen zu können, ging die Stadt dazu über, am Stadtrand liegendes Bauland zu erschließen und so genannte "Erwerbslosensiedlungen" zur Verfügung zu stellen. Die Siedlungshäuser wurden von den späteren Bewohnern nach einem vorgegebenen Bebauungsplan selbst errichtet. Durch die Ausschaltung des Parlaments und die Einführung einer autoritären ständestaatlichen Verfassung verlor Wien 1934 den Status eines eigenen Bundeslandes. Der Wohnbau kam so gut wie zum Erliegen, und die Arbeitslosigkeit stieg weiter. Der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung versuchte die Stadt entgegenzuwirken, indem sie Bauland zur Gründung autarker Wohneinheiten bereitstellte und so die Bewohner aus dem Elend der traditionellen Arbeiterbezirke an den grünen Stadtrand absiedelte.
Die Mollardgasse wurde 1862 nach dem Grafengeschlecht Mollard benannt, in dessen Besitz von 1629 bis 1755 die Herrschaft Gumpendorf war. Davor hieß sie Obere Wehrgasse bzw. Obere und Untere Annagasse.
Die beiden gegenüberliegenden Eckbauten zur Grabnergasse - das Gebäude Mollardgasse 28 und der um zwölf Jahre jüngere Einsteinhof - sind Beispiele für die unterschiedliche Ausführung derselben Bauaufgabe. Die Architekten Engelbert Mang und Adolf Hoch wählten jeweils eine abgerundete Ecklösung, um die Straßenzüge miteinander zu verbinden.
Architektur und Kunst
Die dominante Eckbebauung setzt sich aus zwei fünfgeschoßigen Seitenflügeln und einem etwas höheren, abgerundeten und zurückversetzten Mittelteil zusammen. Die langen, übergreifenden Balkone und die durchgehende waagrechte Nutung betonen die Horizontalität des Gebäudes. Mittels Putzleisten zu Gruppen zusammengefasste Fenster verleihen der Fassade einen rhythmischen Charakter. Das weit ausladende Kranzgesims lässt die Ausbildung Engelbert Mangs bei Otto Wagner erkennen. Ein Fahnenmast zwischen dem 4. und 5. Obergeschoß, der von einer Konsole getragen wird, betont die Mittelachse der Ecklösung. Die bis auf wenige Achsen durchgehende Geschäftszone ist farblich und strukturell vom Rest des Gebäudes deutlich abgesetzt.
Engelbert Mang - Engelbert Mang (1883-1955) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Otto Wagner. Nach seinem Studium trat er in das Wiener Stadtbauamt ein, wo er von 1923 bis 1932 an der Realisierung zahlreicher Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien mitwirkte. Nach seinen Entwürfen entstanden etwa der Viktor-Adler-Hof in Wien 10, der Widholzhof in Wien 11 und der Fröhlichhof in Wien 12.