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Jahngasse 32

Hof-Informationen Jahngasse 32

Detailinformationen

Jahngasse 32

Adresse

Jahngasse 32, 1050 Wien

Jahngasse 32, 1050 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1990 - 1991

Anzahl an Wohnungen

13

Architekt*in

Gabor Fettik

Wohnungen

13

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Der Name der Gasse, die seit 1877 Jahngasse und vorher Mohngasse hieß, geht auf Ludwig Jahn (1778 - 1852), den Förderer des Turnwesens, zurück. In seiner Schrift "Deutsches Volkstum" bezeichnete Jahn Leibesübungen als Bestandteil der Volkserziehung, die für ihn Kernstück der patriotischen Erziehung und der körperlichen Ertüchtigung zum Widerstand gegen die napoleonische Fremdherrschaft waren. 1852 verstarb "Turnvater Jahn" im Alter von 74 Jahren; seine Ideen und Grundsätze des Turnens jedoch wurden erst nach der Jahrhundertwende vollständig verwirklicht.

Die Jahngasse wurde im Zuge der Parzellierung des Gebietes in den 1870er-Jahren angelegt, blieb jedoch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts mehrfach durch Gärten unterbrochen. Verbaut wurde sie erst um 1900 durch große, mehrgeschoßige Zinshäuser, die heute jedoch zum Teil abfassadiert das Straßenbild prägen bzw. gänzlich durch Neubauten ersetzt wurden, wie zum Beispiel durch die beiden Nachbarhäuser Jahngasse 32 und 34, die Anfang der 1990er- bzw. Ende der 1980er-Jahre nach Plänen Gabor Fettiks errichtet wurden. Die Grundstücke der beiden Althäuser, einst miteinander verbunden, wurden im Zuge der Errichtung des Neubaus 1990 abgeteilt.

Architektur und Kunst

Die schmale Baulücke längs der Jahngasse wurde mit einem Zweispänner geschlossen. Das Gebäude umfasst ein Kellergeschoß mit Tiefgarage für sieben Stellplätze, das teilweise in den Hof vorgezogen wurde, und sechs Obergeschoße. Die Zufahrt zur Garage erfolgt über das Nachbarhaus Nr. 34. Unter den 13 Wohnungen befindet sich eine Behindertenwohnung. Das Gebäude, das sich in Form- und Höhengestaltung an die Nachbarobjekte anpasst, ist Gabor Fettiks zweites Werk, das der Architekt in der Jahngasse realisieren konnte. Die dadurch entstandenen Parallelen sind unverkennbar. Tatsächlich unterscheiden sich die beiden Nachbarhäuser lediglich in einigen wenigen Details: Der betonte Mittelteil mit dem hohen Anteil an Glasbauelementen und dem überdachten Frontispiz, die acht Achsen breite Fassade mit den unterschiedlichen Fensterformaten, die horizontale Gliederung durch Gesimse, die mit Kratzputz versehene Fassade und der Abschluss durch ein Satteldach sind Kennzeichen, die Fettiks Handschrift deutlich machen. Selbst die lisenenhaften Verzierungen durch farbliche Putzstreifen mit den schmückenden Kreisen, die sehr stark an die Zeit des Jugendstils anlehnen, sind dieselben - mit Ausnahme der Farbgebung in Rot. Auch rückseitig lassen sich kleine Abweichungen erkennen: Anstatt der einfach gestalteten Fassade zieht sich ein einachsiger Erker mit abschließendem Spitzdach über sechs Geschoße nach oben. Und dort, wo sich vorderseitig die für hohe Transparenz sorgenden Fensteröffnungen des Stiegenhauses befinden, ziert ein das Thema der Vorderfront weiter führender Dekor die Mauerwand. Ein schmaler Hof mit Kinderspielplatz für die Kleinsten begrenzt das Grundstück zum Nachbarobjekt.

Gabor Fettik - Gabor Fettik (geb. 1936 in Ungarn) studierte an der Technischen Hochschule Wien unter anderem bei Karl Schwanzer und Karl Kupsky (Diplom 1966). Nach Anstellungen in diversen Architekturbüros machte sich Gabor Fettik 1972 als Architekt selbständig. Für die Gemeinde Wien entwarf er im Laufe seiner langen Karriere mehrere Wohnhausanlagen, wie etwa in Wien 5 die Wohnhäuser Jahngasse 34 (1987-1989) und Jahngasse 32 (1990/91) und in Wien 15 die Anlagen Grimmgasse 4 (1978-1980) und Grimmgasse 15 (1981-1983, zusammen mit Walter Olensky).

Dokumente