Detailinformationen
Adresse
Ziegelofengasse 24-26, 1050 Wien
Ziegelofengasse 24-26, 1050 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1980 - 1981
Anzahl an Wohnungen
54
Architekt*in
Ernst Lederer-Ponzer
Wohnungen |
54 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Zwischen 1978 und 1981 wurde zur Wohnungsverbesserung in Wien insgesamt ein Darlehensvolumen für über 48.000 Wohnungen zugesichert. 39 Wohnanlagen wurden fertig saniert, an weiteren 86 mit einem Kostenaufwand von 52 Mio. Euro gearbeitet. Zusätzlich wurden über 6.000 neue Wohnungen fertig gestellt. Die Architektur wandelte sich - dank des technischen Fortschritts in der Plattenbauweise - vom Zeilenbau hin zu flexibler gestalteten Anlagen mit individuellem Charakter und mieterfreundlichen Grundrissen. Gleichzeitig verstärkte sich das Mietermitspracherecht und serviceorientierte Wohnungsberatungszentren wurden etabliert.
Die Ziegelofengasse wurde nach den gemeindeeigenen Ziegelöfen, die auf diesem Gelände von Ende des 17. Jahrhunderts bis ca. 1770 existierten, benannt. Um 1700 gab es hier lediglich einen Feldweg, der sich nach und nach zur Gasse ausbildete. Bevor die Ziegelofengasse 1862 ihren heutigen Namen erhielt, hieß sie Piaristengasse.
In Margareten, das 1861 von Wieden abgetrennt wurde, waren im Bereich der heutigen Ziegelofengasse seit jeher Ziegelöfen angesiedelt. In mittelalterlichen Quellen wird wiederholt eine Ziegelgrube vor dem Schottentor erwähnt - 1264 soll ein großer Brand von hier ausgegangen sein. 1314 und 1327 gab es weitere Brände, bis schließlich die Ziegelgruben stadtauswärts verlegt wurden. Andere Gruben befanden sich bei der heutigen Hessgasse und der Liechtensteinstraße sowie in Gumpendorf. Im 18. Jahrhundert stand jedoch der Großteil der Wiener Ziegelöfen auf dem Alsergrund zwischen Lazarettgasse und Canisiusgasse.
Architektur und Kunst
Die Baulücke wurde mit einem zwölf Fensterachsen breiten, siebengeschoßigen Wohnbau entlang der Ziegelofengasse geschlossen. Der Architekt stattete das Wohnhaus mit einer dekorativen Fassade aus: Von der Straße her ist diese durch zwei sechsgeschoßige, mittig gelegene Erker mit Fensteröffnungen an allen Seiten sowie Lisenen, die das Gebäude optisch unterteilen, und horizontale, mit Klinker bestückte Fensterbänder gegliedert. Ein Wechselspiel aus verschiedenformatigen Fensteröffnungen rhythmisiert die Hauptfront zusätzlich. Nach oben hin wird die Fassade durch ein weit auskragendes Hauptgesims und ein Satteldach abgeschlossen. Auffallend ist auch die Sockelzone des Gebäudes, die durch eine durchgängige Aluminium-Glas-Konstruktion Transparenz erzeugt. Insgesamt entsteht ein Fassadenbild, das Elemente der umgebenden Bebauung wiedererkennen lässt, diese jedoch auf seine eigene Art interpretiert.
Ernst Lederer-Ponzer - Der in Brünn (Tschechien) geborene Ernst Lederer-Ponzer (1909-2003) war bereits als Architekt tätig, als er sich 1946 bei Erich Boltenstern und Emil Pirchan an der Akademie der bildenden Künste Wien als Student einschrieb. Für die Gemeinde Wien war er vorwiegend in Arbeitsgemeinschaften an der Errichtung mehrerer Wohnhausanlagen beteiligt. Eigenständig plante Ernst Lederer-Ponzer unter anderem die Wohnhäuser Ziegelofengasse 24-26 in Wien 5 (1980/81) und Clementinengasse 3 in Wien 15 (1979/80).