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Laurenzgasse 14-18

Hof-Informationen Laurenzgasse 14-18

Detailinformationen

Laurenzgasse 14-18

Adresse

Laurenzgasse 14-18, 1050 Wien

Laurenzgasse 14-18, 1050 Wien

Hauslabgasse 21, 1050 Wien

Hauslabgasse 20, 1050 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1950 - 1951

Anzahl an Wohnungen

105

Architekt*in

Franz Wosatka, Bruno Tinhofer

Wohnungen

105

Waschküchen

2

Stiegen

5

Lokale

7

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Laurenzgasse wurde unter der Bezeichnung Laurenzergasse bzw. Laurenzergrund bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt. Die Gasse erhielt ihren Namen zur Wahrung des Ortsnamens Laurenzergrund, der damalig im Besitz des Klosters St. Lorenz war und sich im Laufe der Zeit zur Vorstadt Wiens entwickelte (in etwa auf dem Areal der 1965 abgebrochenen Florianikirche). 1533 vereinigten sich die Nonnen von Maria Magdalena vor dem Schottentor mit den Laurenzerinnen, wodurch u. a. auch ihr Hof in Matzleinsdorf in deren Hände gelangte. Durch die Vergrößerung des Besitzes entwickelte sich in Folge die kleine Vorstadt Laurenzergrund, die letztlich 1806 von der Gemeinde Wien angekauft wurde.

Auf dem Areal der heutigen städtischen Wohnhausanlage befand sich einst ein um 1854 errichtetes Althaus, das im Jahre 1872 um einen fünfstöckigen Hoftrakt für den Besitzer des Hauses, Wenzel Swoboda, durch die "Allgemeine Bauunternehmung des Ad. Ritter v. Bergmüller & Comp." erweitert wurde. Die Hauslabgasse 19, ident mit Laurenzgasse 14, die Julius Knobl gehörte, ging während des Zweiten Weltkrieges in den Besitz der Gemeinde Wien über. Das Gebäude mit Vordertrakt und einstöckigem linken Seitenflügelhaus, das einst als Waschküche und später als Lager und Büro diente, wurde 1955 letztlich abgetragen.

Architektur und Kunst

Die von den Architekten Franz Wosatka und Bruno Tinhofer realisierte Wohnhausanlage erstreckt sich mit seinen zwei Trakten samt ausgebauten Dachgeschoßen entlang der Laurenzgasse und der Hauslabgasse. Der in L-Form konzipierte Gebäudeteil ist gegliedert in eine zwölf Achsen breite Front in der Laurenzgasse und eine acht Achsen breite Front in der Hauslabgasse. Der die Hauslabgasse überspannende Trakt ist dem restlichen Baukörper etwas vorgesetzt und nimmt die Treppenhäuser 1 und 2 auf, die als durchlaufende Stiegenhauskerne mitsamt den sechs Stützen die Geschoße tragen. Der über die Straße gebaute Mittelteil wurde gleich zweifach akzentuiert: Durchgängige Balkonreihen gliedern das Gebäude horizontal, während die Stützkonstruktion durch einen Steinzeugfries der Künstlerin Hilde Uray hervorgehoben wird. Bezeichnend sind die großteils dreiteiligen Fensterelemente, die durch vereinzelte französische Fenster in der Front Laurenzgasse aufgelockert werden. Die Stirnseite wird durch zwei vertikale Fensterreihen gegliedert. Die beiden Baukörper sind sechsgeschoßig, in der Front Hauslabgasse jedoch wird die Höhendifferenz zum Nachbargebäude stufenartig ausgeglichen, sodass der letzte Teil auf sieben Geschoße aufgestockt wurde. Von der Hauslabgasse gelangt man in den großzügig angelegten Hofraum mit ausreichend Sitzgelegenheit und Kinderspielplatz für die Kleinsten, sodass man nicht zuletzt von der Vielfalt in der Anlage überrascht wird.

Franz Wosatka - Franz Wosatka (1900-1973) studierte ab 1920 bei Franz Krauss an der Akademie der bildenden Künste Wien. Unter anderem entwarf er für die Gemeinde Wien zusammen mit Bruno Tinhofer das Wohnhaus Laurenzgasse 14-18 in Wien 5 (1950/51).

Bruno Tinhofer - Bruno Tinhofer (1924-2005) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Lois Welzenbacher, wo er später auch als Hochschulassistent tätig war. Neben dem Wohnbau gehörte vor allem auch der Schulbau zu seinem Schaffensschwerpunkt. Zu seinen Bauten zählen unter anderem die Volkshochschule am Arthaberplatz 18 in Wien 10 (mit Eduard Berger, Leopold Tinhof, 1960/61) und das Wohnhaus Rainergasse 6-8 in Wien 4 (1975-81).

An der Stützbaukonstruktion des Wohnhauses hebt sich ein bemerkenswerter Fries der Bildhauerin Hilde Uray (1904 - 1990) ab, den die Künstlerin 1951 schuf. Die vielfachen inhaltlichen Aspekte - das Steinrelief versinnbildlicht spielende Kinder, so auch der gleichlautende Name des Werkes - zeichnen den Fries im Besonderen aus.

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