Detailinformationen
Adresse
Rechte Wienzeile 71, 1050 Wien
Rechte Wienzeile 71, 1050 Wien
Zum Wassermännlein , 1050 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1937 - 1937
Anzahl an Wohnungen
50
Architekt*in
Konstantin Peller
Wohnungen |
50 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
4 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Lage verschlechterten sich die Rahmenbedingungen für den kommunalen Wohnbau massiv. Dazu kam, dass die Stadt Wien mit der Ausschaltung des Parlaments und der Einführung einer autoritären ständestaatlichen Verfassung 1934 den Status als eigenes Bundesland verlor, es wurde zur "bundesunmittelbaren Stadt" erklärt, die demokratische Stadtverwaltung des Amtes enthoben. Von Regierungsseite starteten Aktionen zur Errichtung von Erwerbslosensiedlungen in Randgebieten.
Der Name des Wohnhauses bezieht sich auf das Wassermännlein, das laut Sage hier in der Wien gehaust haben soll: "Vor vielen Jahren saß bisweilen ein Männlein, das seine Wohnung unter dem Wasser hatte, auf dem Wehr der Wien, lockte die Leute in seine Nähe und suchte sie ins Wasser zu ziehen. Alljährlich holte es sich wenigstens ein Opfer. Und das Wasser versiegte nicht, solange das Männlein sein Unwesen trieb." (Text der Gedenktafel).
Die beiden Wohnhäuser Nr. 69 und 71, an der damaligen Wienstraße, wie die Rechte Wienzeile vor der Regulierung des Wienflusses genannt wurde, gelegen, waren einst durch einen Zubau miteinander verbunden. 1927 wurden auf den Liegenschaften zwei nicht unterkellerte, hölzerne Schuppen sowie ein ebenerdiges Gebäude zur Unterbringung eines Kanzlei-, Wasch- und Tagraumes errichtet. Nach Plänen von Konstantin Peller entstand 1937 das Wohnhaus "Zum Wassermännlein", auf dessen Grundstück auch ein städtisches Straßenpflegerdepot eingeplant wurde.
Architektur und Kunst
Mit seiner Krümmung folgt das fünfgeschoßige Gebäude der Kurve der nördlich verlaufenden Rechten Wienzeile und nimmt so Bezug zur Struktur des Straßennetzes. Trotz annähernd gleicher Fassadengestaltung wirkt das Bauwerk durch die Straßenkrümmung dreigeteilt: Der Mittelteil, etwas überhöht, wird nach oben hin durch ein Satteldach mit Gaupen abgedeckt; d sechs Achsen breite Fassade wird nicht nur durch Lisenen belebt, sondern erlangt insbesondere durch das Relief über dem Einganstor Attraktivität. Die beiden "Seitentrakte", dem Mittelteil etwas vorgelagert, sind einheitlich mit abwechselnd zwei- und dreisprossigen Fenstern gestaltet und werden lediglich durch die kleinformatigen Fensteröffnungen der drei freitragenden Hauptstiegen in ihrer Symmetrie unterbrochen. Durch das Eingangstor, das gleichzeitig als Ein- und Ausfahrt dient, gelangt man in einen liebevoll angelegten Grünbereich, der zum Verweilen einlädt.
Konstantin Peller - Konstantin Peller (1887-1969) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterschule von Otto Wagner. Er arbeitete zunächst als freischaffender Architekt sowie für kurze Zeit mit Josef Ludwig, bevor er vor Beginn des Ersten Weltkriegs in das Wiener Stadtbauamt eintrat. Während seiner Tätigkeit in dieser Funktion entwarf er, oft in Zusammenarbeit mit Julius Stoik und Adolf Stöckl, mehrere städtische Wohnhausanlagen und war u. a. auch bei der Regulierung des Wienflusses tätig. 1945 wurde Peller zum Vorsitzenden der Stadtplanung und des Wiederaufbaus ernannt. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Wiener Stadtbauamt hat Konstantin Peller mit der Gestaltung einer Reihe von Wohnbauten die Architektur des Roten Wien entscheidend mitgeprägt.
Der Künstler Otto Hoffner schuf für die Wohnhausanlage 1937 Relief und Gedenktafel "Zum Wassermännlein". Das Relief, über dem Eingangstor angebracht, zeigt das Wassermännlein und seine Opfer. Die Gedenktafel mit der Kurzfassung der Sagevom Wassermännlein befindet sich im Hausflur.