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Gießaufgasse 34

Hof-Informationen Gießaufgasse 34

Detailinformationen

Gießaufgasse 34

Adresse

Gießaufgasse 34, 1050 Wien

Gießaufgasse 34, 1050 Wien

Josef-Schwarz-Gasse 9, 1050 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1956 - 1958

Anzahl an Wohnungen

56

Architekt*in

Adolf Wölzl

Wohnungen

56

Waschküchen

2

Stiegen

3

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Gießaufgasse ist seit 1842 nach Georg Gießauf (ca. 1763-1840), einem Webermeister, Armenvater und Äußeren Rat, die Josef-Schwarz-Gasse seit 1912 nach Josef Schwarz (1834-1912), dem christlichsozialen Bezirksvorsteher von Margareten (1897-1910), Likörfabrikanten und Kaffeehausbesitzer benannt.

Der Gemeindebau an der Ecke Gießaufgasse/Josef-Schwarz-Gasse wird von Superblöcken, dem Franz-Domes-Hof und einer unbenannten Wohnhausanlage aus den Jahren 1928/29 sowie dem Eduard-Leisching Hof aus den Jahren 1954/55 umgeben. Er wurde an Stelle der im Zweiten Weltkrieg zerstörten ehemaligen städtischen Wirtschaftsschule des 5. Bezirks errichtet. Das Wiederaufbauprojekt sollte den ersten Plänen der Architekten Promintzer und Dittmann von 1951 zufolge einen bestehenden, instand zu setzenden Gebäudetrakt integrieren. Dieses Vorhaben wurde 1956 allerdings fallengelassen, der Bauteil abgerissen und die Wohnhausanlage nach Plänen des Architekten Adolf Wölzl gänzlich neu aufgebaut.

Architektur und Kunst

Die glatten, mit sieben Geschoßen und sechs bzw. elf Fensterachsen großflächigen Lochfassaden des Eckhauses werden straßenseitig durch eine horizontale, jeweils zwei Geschoße zusammenfassende und eine vertikale, ein- bis zwei Fensterachsen alternierende Nutung in unterschiedlich große Felder aufgelöst, hofseitig unterbrechen eine Balkonreihe und der Stiegenhaus-, heute Liftturm ihre Gleichmäßigkeit. Das Erdgeschoß der Straßenfassaden wird als Sockelgeschoß horizontal betont, nur bei den beiden Hauseingängen und der Bauteilfuge laufen vertikale Nuten durch. Anzahl und Höhe der Geschoße sowie das stark auskragende Dachgesims wurden dem benachbarten Domes-Hof angeglichen und die Innenhöfe miteinander verbunden, das Wiederaufbauprojekt also passgenau in die Baulücke eingesetzt.

Das Gebäude wirkt gegenüber den räumlich strukturierten Fassaden der umliegenden Gemeindebauten zurückhaltend: Ausdruck der Bauaufgabe einer Baulückenschließung sowie einer Nachkriegsarchitektur, deren vorrangiges Bestreben in der Schaffung von Wohnraum lag.

Adolf Wölzl - Adolf Wölzl (1919-1970) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1947 auch promovierte ("Zur Knickung zentrisch gedrückter Stahlbetonsäulen mit Rechteck-, Rippen- und Kreisquerschnitt"). Zu seinen Bauten zählen der Neubau des Kaufhauses Gerngroß in Wien 7 (1966), der Umbau des Hauses Kandlgasse 30 für das Archiv der Stadt Wien (Wien 7, 1960) und der Gemeindebau Gießaufgasse 34 in Wien 5 (1958).

Dokumente