Detailinformationen
Adresse
Economogasse 1-51, 1100 Wien
Economogasse 1-51, 1100 Wien
Lippmanngasse 2-48, 1100 Wien
Ramsaygasse 1-31, 1100 Wien
Koliskogasse 2-54, 1100 Wien
Laaer-Berg-Straße 174-200, 1100 Wien
Karl-Diener-Gasse 1-21, 1100 Wien
Karl-Diener-Gasse 2-24, 1100 Wien
Holzknechtstraße 68-111, 1100 Wien
Holzknechtstraße 47-61, 1100 Wien
Schautagasse 1-37, 1100 Wien
Schautagasse 2-70, 1100 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1927 - 1927
Anzahl an Wohnungen
215
Architekt*in
Franz Schacherl
Wohnungen |
215 |
|---|---|
Waschküchen |
0 |
Stiegen |
215 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Waschküchen.
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Economogasse wurde 1932 nach dem Wiener Neurologen Constantin Alexander Freiherr von Economo von San Serff (1876-1931) benannt. Neben seiner hervorragenden medizinischen Forschungsarbeit war der Wissenschafter 1910 - 1927 Präsident des österreichischen Aero-Clubs.
Ab den 1920er-Jahren wurde der bis dahin mit Schrebergärten besiedelte Hügelrücken des Laaer Berges mit großen Wohnhausanlagen verbaut. An der Laaer-Berg-Straße entstand 1921 die gemeinnützige Genossenschaftssiedlung "Süd-Ost" (Laaer-Berg-Str. 151-203). Einige Jahre später wurde an der südlichen Seite die Wohnsiedlung "Am Laaer Berg" errichtet.
Architektur und Kunst
Zwischen der Laaer-Berg-Straße und der Kleingartensiedlung "Am Gaisberg" liegt die unregelmäßige, große Parzelle in Form eines Kreissegmentes, die von drei leicht gebogenen Straßenverläufen (Lippmanngasse, Karl-Diener-Gasse, Ramsaygasse) durchzogen ist.
Der Idee der Gartenstadt verpflichtet, entwarf der Architekt kleine zweigeschoßige Bauten, die blockartig aneinandergereiht eine zeilenartige Verbauung ergeben. Diese Zeilen sind durch kleine Vorgärten vom Straßenverlauf leicht abgerückt und haben einen hinter dem Haus liegenden Garten. Die über kleinem, rechteckigem Grundriss zweigeschoßigen Häuser können bei Bedarf ohne großen Aufwand zu Doppelhäusern verbunden werden. Dem konkaven Straßenverlauf angepasst, verläuft die Bauflucht leicht gestaffelt, was die gleichförmige Bebauung aufgelockert erscheinen lässt. Die Siedlungshäuser wurden durch die später ebenfalls von Franz Schacherl errichteten riegelartigen Wohnhäuser an der Laaer-Berg-Straße zur großen Durchzugsstraße hin abgeschlossen. Durch eine Schule und Kindertagesheime (Ramsaygasse) bildete sich eine unabhängige, geschlossene Einheit.
Franz Schacherl - Franz Schacherl (1895 -1943) besuchte die Höhere Baufachschule in Wien und studierte danach an der TH-Wien. Nach seinem Abschluß 1918 arbeitete er für das Wiener Siedlungsamt in Arbeitsgemeinschaft mit Franz Schuster, Adolf Loos u. Margarethe Schütte-Lihotzky. Schacherl veröffentlichte den programmatischen Aufsatz "Proletarische Architektur" und war Schriftleiter des sozialist. Baujournals "Der Aufbau". Nach 1934 gelang ihm die Flucht nach Angola.