Detailinformationen
Adresse
Viktorgasse 4, 1040 Wien
Viktorgasse 4, 1040 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1984 - 1986
Anzahl an Wohnungen
12
Architekt*in
Johann Georg Gsteu
Wohnungen |
12 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.
Berühmter Namensgeber der Gasse, die vor ihrer Umbenennung Antongasse hieß, ist der General und Sohn Erzherzog Karls, Erzherzog Anton Viktor (1779-1835).
An Stelle der heutigen städtischen Wohnhausanlage befand sich früher, damals unter der Adresse Antongasse 19, ein von dem Architekten Anton Grünn (1785-1865) im Jahre 1838 erbautes Bürgerhaus; nach Grünns Plänen wurden in Wieden unter anderem auch das Haus "Zur Heumühle" (Heumühlgasse 9) und das Palais Dobner-Dobenau in der Theresianumgasse 33 (1831) errichtet.
1983 trug man das Hauptgebäude mit 11 Wohnungen und fünf Lokalen sowie einen Hintertrakt, ein ebenerdiges Werkstättengebäude, das im Krieg zerstört und wieder aufgebaut worden war, ab. 1984 ist die Liegenschaft im Zuge der Neuerrichtung der Anlage abgeteilt worden.
Architektur und Kunst
Die schmale Baulücke im Straßenraum wurde mit einem Dreispänner längs der Viktorgasse geschlossen. Das Wohnhaus mit 12 Wohnungen und einer Trafostation umfasst fünf Geschoße und ein Kellergeschoß, die erforderlichen 8 Stellplätze für PKW wurden in Form einer Tiefgarage, die teilweise in den Hof vorgezogen wurde, erbracht. Mit der gleichförmigen Anordnung der hochrechteckigen Fensteröffnungen, die links und rechts vom mittig angelegten Stiegenhaus mit den halbstockversetzten Fenstern und der Liftüberhöhung im letzten Stock angeordnet sind, schafft Johann Georg Gsteu eine symmetrische Fassadengestaltung. Die ansonsten dezent gehaltene Fassade wird nach oben hin durch ein weit auskragendes Hauptgesims abgeschlossen und rückwärts durch seitlich angeordnete, verglaste Loggien mit Blick auf den begrünten Hofraum aufgelockert.
Johann Georg Gsteu - Johann Georg Gsteu (geb. 1927) studierte von 1950 bis 1953 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Clemens Holzmeister. Nach dem Studium gründete er zunächst eine Bürogemeinschaft mit Friedrich Achleitner. Zusammen bauten sie die Rosenkranzkirche in Wien-Hetzendorf um (1956-58). In den 1970er-Jahren realisierte Gsteu in Wien mehrere Filialen der Wiener Zentralsparkasse (u. a. Sparkassenplatz in Wien 15 und Rußbergstraße in Wien 21) und von 1990 bis 1995 die neuen Stationsgebäude der U6. Sein letztes Bauwerk war die Fußgängerbrücke "Nordsteg" über die Donau (1994-1997). An der Gesamthochschule Kassel hatte er von 1980 bis 1992 eine Professur inne.