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Schelleingasse 28-30

Hof-Informationen Schelleingasse 28-30

Detailinformationen

Schelleingasse 28-30

Adresse

Schelleingasse 28-30, 1040 Wien

Schelleingasse 28-30, 1040 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1952 - 1953

Anzahl an Wohnungen

69

Architekt*in

Anton Siegl, Joseph Zimmel

Wohnungen

69

Waschküchen

2

Stiegen

4

Lokale

2

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Schelleingasse wurde 1891 nach dem Wiener Maler Carl Schellein (1820-1880) benannt und ist ein parallel zum Gürtel verlaufender, durch den Südtiroler Platz unterbrochener Straßenzug.

1952 Verbauung einer durch die Gemeinde erworbenen Parzelle auf dem ehemaligen Schaumburgergrund im südlichen Teil des weitläufigen Parks des ehem. Gartenpalais Starhemberg-Schönburg. Auf diesem Grundstück befand sich ein Gartenpavillon, das um 1841 demolierte sog. Schaumburg-Schlössel.

Die Vorstadt Schaumburgergrund (Grenzen Favoritenstraße - Rainergasse - Schaumburgergasse - Wiedner Hauptstraße - Johann-Strauß-Gasse - Schelleingasse - Schönburgstraße - Wiedner Gürtel) entstand 1813 bei der Parzellierung der Gründe um das Starhembergsche Gartenpalais in der Rainergasse. Der Name kommt von den Grafen von Schaunberg, einem mächtigen oberösterreichischen Geschlecht, von dem die Starhemberger im 16. Jahrhundert einen Maierhof und Weingärten in dieser Gegend erbten. Aus dem Maierhof entstand später das kaiserliche Jagdschloss "Favorita" (das heutige Theresianum). Teile des Gartens sind trotz Verbauung der Kolschitzkygasse und Schelleingasse erhalten geblieben und werden als Grünflächen und Spielplätze zwischen den Wohnhausanlagen genutzt.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage der Gemeinde Wien wurde nach Plänen von Architekten des Wiener Stadtbauamtes 1952-53 unter Einbeziehung des Gartengeländes des ehem. Schaumburg-Schlössels, etwas westlich des Südtiroler Platzes, errichtet. Die aus einem Mitteltrakt und zwei symmetrischen, pavillonartigen Seitentrakten bestehende Wohnanlage bildet den nördlichen Abschluss einer ansteigenden Grünanlage mit Brunnen und Spielplätzen zwischen Kolschitzky- und Schelleingasse. Der in 4 Stiegen geteilte Bau ist siebengeschoßig mit Zeltdach, das oberste Geschoß ist am mittleren Trakt leicht zurückversetzt. Der Eingang zum Kindergarten wurde an der Schelleingasse platziert, die Stiegenhäuser zu den Wohnungen sind von der Hofseite zu betreten.

Die Fassade zeigt regelmäßige Fensterverteilung und einfachen Kratzputz, wobei mittels unterschiedlicher Farbgebung im Erdgeschoß eine Sockelzone suggeriert wird. An der östlichen Außenmauer des Mitteltraktes befindet sich eine Marmortafel mit Bauinschrift.

Anton Siegl - Anton Siegl (1902-1971) studierte von 1934 bis 1939 Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Gemeinsam mit Josef Zimmel plante er für die Gemeinde Wien etwa die Wohnhausanlagen Friedrich-Engels-Platz 17 in Wien 20 (1949-1951) und Schelleingasse 28-30 in Wien 4 (1952/53).

Joseph Zimmel - Joseph Zimmel (1915-1984) studierte vor dem Zweiten Weltkrieg Architektur an der Technischen Hochschule Wien und Rechtswissenschaften an der Universität Wien (Dr. jur.). Nach geleistetem Kriegsdienst machte er sich als Architekt selbständig, wobei er zunächst mit Anton Siegl und später mit Josef Wenz zusammenarbeitete. Zu seinen ersten Projekten gehörten die Mitarbeit zur Planung der Donaukanal-Verbauung und das Möbeldesign für die Zweigstelle der Nationalbank in Graz. In Wien wurden nach Josef Zimmels Entwürfen unter anderem der Kindergarten und Pfarrheim der Pfarre Unter-Heiligenstadt in Wien 19 und das BRG Fichtnergasse in Wien 13 errichtet. In den Bundesländern plante er mehrere Siedlungen für die Wohngesellschaft Heimstätte, wie etwa in Lienz (T) und in Deutschlandsberg (Stmk.).

Die Brunnenplastik im Park zwischen den Wohnhäusern Kolschitzkygasse 9-13 und Schelleingasse 28-30 stammt von Franz Barwig.

Dokumente