Detailinformationen
Adresse
Theresianumgasse 9, 1040 Wien
Theresianumgasse 9, 1040 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1958 - 1958
Anzahl an Wohnungen
46
Architekt*in
Wilhelm Urbanek
Wohnungen |
46 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Ihren Namen trägt die Theresianumgasse seit 1862 (vorher Feldgasse); sie verdankt ihn der von Maria Theresia gegründeten Theresianischen Akademie. 1746 verkaufte Maria Theresia das Schloss Favorita an die Jesuiten mit der Auflage, darin eine Erziehungsanstalt für Beamte und Diplomaten zu errichten. 1783 löste Kaiser Joseph II. die Anstalt auf, 1797 wurde durch Kaiser Franz II. ihre Wiedereröffnung unter der Leitung der Piaristen genehmigt.
An der Stelle eines durch Kriegshandlungen zerstörten Gebäudes wurde auf den gemeindeeigenen Liegenschaften in den 1950er-Jahren ein städtischer Neubau, ein Kleinwohnhaus mit zwei Stiegen und insgesamt 48 Wohnungen, errichtet. Bei der Errichtung des Wohnhauses wich man leicht vom ursprünglichen Bebauungsplan ab: Bei Stiege II wurden die Räume im Erdgeschoß wegen der Durchfahrt abgeändert und die Balkone an der rechten hinteren Grundgrenze nicht ausgeführt. Der Liftturm bei Stiege 1 stammt von Architekt Kurt Buchta (1992).
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage, bestehend aus zwei Trakten in paralleler Ausrichtung zur Theresianumgasse, wurde in den 1950er-Jahren errichtet. Die beiden Stiegen sind fünf- und sechsgeschoßig (Straßentrakt) und verfügen über ein ausgebautes Dachgeschoß. Die sechs Achsen breite Fassade in der Theresianumgasse ist durch eine gleichförmige Fensterreihung großteils zweielementiger Öffnungen vertikal wie horizontal gegliedert. Am abschließenden Satteldach sind - wie auch im Nebentrakt - linksbündig Dachgauben situiert, der Eingang in das mittig zentrierte Stiegenhaus erfolgt hofseitig. Die nach Süden ausgerichteten Gartenfassaden führen das Fassadenthema fort, bei Stiege zwei wurde der Stiegenhauskern andersfarbig gestaltet und der niveaubedingte Unterschied in dem durch Blumen geschmückten Hof durch eine Stiegenkonstruktion überwunden.
Wilhelm Urbanek - Wilhelm Urbanek (1898-?) plante unter anderem für die Gemeinde Wien das Wohnhaus Theresianumgasse 9 in Wien 4 (1958) und in einer größeren Arbeitsgemeinschaft die Anlage Hofmannthalgasse 12-24 in Wien 3 (1957-1959).