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Kardinal-Nagl-Platz 6

Hof-Informationen Kardinal-Nagl-Platz 6

Detailinformationen

Kardinal-Nagl-Platz 6

Adresse

Kardinal-Nagl-Platz 6, 1030 Wien

Kardinal-Nagl-Platz 6, 1030 Wien

Kardinal-Nagl-Platz 7, 1030 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1992 - 1994

Anzahl an Wohnungen

38

Architekt*in

Günther Oberhofer

Wohnungen

38

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

4

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

Ihr Hof ist mit 130 PKW-Stellplätzen ausgestattet

Geschichte

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben Sanierungsarbeiten auf die Stadterweiterung (21.000 Wohnungen in vier Jahren). Gemeinsam mit der Stadtplanung werden großflächig Siedlungsgebiete im Nordosten und Süden Wiens erschlossen. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den heutigen Bevölkerungsstrukturen an und sparen durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

1914 wurde der vormals als Thomasplatz bezeichnete Platz nach Kardinal Franz Nagl (1855-1913) benannt. Nagl wurde 1911 zum Erzbischof der Erzdiözese Wien ernannt und im gleichen Jahr ins Kardinalskollegium aufgenommen. Er veranlasste den Umbau des Waisenhauses in der Boltzmanngasse Wien 9, in dem seit 1914 das Wiener Priesterseminar untergebracht ist.

Zu Ende des 14. Jahrhunderts siedelte Albrecht III. im Bereich des Kardinal-Nagl-Platzes eine Kolonie von Wollwebern und flämischen Gärtnern zur Rodung des Auwaldes an. Die erstmals 1389 mit 13 Häusern erwähnte Siedlung, wurde von ihren Bewohnern als "Nottendorf" (niederdeutsch für Dorf der Genossen) bezeichnet. Die Siedlung bewahrte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren dörflichen Charakter in der Stadt. Im Zuge der Assanierung wurden die großteils ebenerdigen Hofanlagen demoliert und der Kardinal-Nagl-Platz mit den umliegenden Wohnhäusern angelegt.

An der Stelle des Wohnhauses stand seit 1902 der nach seinem Bauherrn benannte Kühnelhof. Das fünfgeschoßige Miethaus mit späthistoristischer Fassade wurde 1990 demoliert und durch den Neubau ersetzt.

Architektur und Kunst

Die siebengeschoßige Wohnhausanlage nimmt die repräsentative Stelle seines Vorgängerbaus am Kardinal-Nagl-Platz ein. In die vom Straßenniveau bis zum Dachgeschoß glatt hochgezogene Fassade sind links die Zufahrt in die Tiefgarage und ein Geschäftslokal eingeschnitten. Rechts ist ein Geschäftsbüro mit einem großen Auslagefenster eingerichtet. In der zentralen Achse wird die Fassade durch die Entlüftungsanlage der Tiefgarage aufgebrochen. Hier befindet sich auch der durch ein gelbes Vordach markierte Hauseingang. Darüber streben zwei Rohre hoch, die in einer aufgesetzten Box münden. Flankiert werden die Rohre von verglasten Eckerkern, die im obersten Geschoß als Balkone ausgebildet sind. Darüber erhebt sich etwas zurückversetzt das ausgebaute Dachgeschoß, das aus dem flachen Satteldach hervorbricht und wie zur Bekrönung von einer offenen, flachen Konstruktion überfangen wird. Die Wand hinter den Rohren ist von Glasbausteinen durchzogen, die dem Stiegenhaus als Lichtquelle dienen. Sie unterstreichen zusätzlich das konstruktivistische Erscheinungsbild des Wohnhauses.

Günther Oberhofer - Günther Oberhofer (geb. 1939) war nach dem Abschluss seines Architekturstudiums an der Technischen Universität Wien 1965 für verschiedene Architekturbüros tätig. 1978 gründete er sein eigenes Büro. Für die Stadt Wien realisierte er mehrere Projekte, darunter den Federico-Garcia-Lorca-Hof (Schliemanngasse 25, Wien 21, gemeinsam mit Wolfgang Eder) und das Wohnhaus Haberlgasse 86 (Wien 16, gemeinsam mit Josef Krawina).

Dokumente