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Dietrichgasse 35-37

Hof-Informationen Dietrichgasse 35-37

Detailinformationen

Dietrichgasse 35-37

Adresse

Dietrichgasse 35-37, 1030 Wien

Dietrichgasse 35-37, 1030 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1987 - 1989

Anzahl an Wohnungen

36

Architekt*in

Gerhard Krampf

Wohnungen

36

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Die Straße wurde bereits 1830 nach dem Küchengärtner Georg Dietrich (1750-1813) benannt, der seinen Grund zur Verfügung stellte, um den Verkehrsweg anlegen zu können. Er ließ hier um 1800 das erste Haus errichten.

Der Wohnbau wurde auf dem ehemaligen Gelände der "Wällischen Gärten" errichtet, die bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Versorgungsfaktor für die Wiener Bevölkerung waren. Die Gründe gehörten zum Besitz der aus Verona stammenden Oria della Scala. 1445 schenkte sie die Gartenanlagen dem Augustinerorden. Zum Gedenken der aus dem "Welschland" stammenden Stifterin wurden diese bis zur Verbauung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als "Wällische Gärten" bezeichnet.

Architektur und Kunst

Die sechs Stockwerke hohe Fassade des Gebäudes ist durch massive Einschnitte in einen Mittelblock und zwei Seitenflügel gegliedert, deren Anordnung an barocke Palastarchitektur erinnert. Die zentralen zwei Fensterachsen werden von einem Segmentgiebel überfangen und sind leicht der Fassadenflucht vorgezogen. Die angrenzenden Fensterachsen sind in den unteren Geschoßen ausgebrochen und werden von schlichten Rundpfeilern gestützt. Flankiert wird dieser Gebäudeteil von vertieft eingesetzten, spitzen Stiegenhaustürmen, die den Mittelblock risalitartig von den Seitenflügeln abheben. An den Seitenblöcken ist der gesamte Erdgeschoßbereich, an den Innenkanten über zwei Geschoße, ausgeschnitten. Hier liegen die Eingänge zu den Stiegenhäusern. Die Einfahrt in die Tiefgarage erfolgt über den linken Block. Eine ähnliche Gliederung findet sich an der Hoffassade, wo die zwei zentralen Fensterachsen von einem Dreiecksgiebel bekrönt werden. Die an der Straßenfassade ausgebrochenen Stiegenhausachsen werden an der Gartenfront mit großflächigen Fenstern konvex gewölbt.

Gerhard Krampf - Gerhard Krampf (1924-1992) studierte von 1946 bis 1950 an der Universität für Angewandte Kunst Wien, wo er die Meisterklasse von Franz Schuster besuchte. Ab 1951 war er immer wieder Mitarbeiter im Büro von Karl Schwanzer und von 1970 bis 1975 dessen Entwurfsleiter. So war er unter anderem am Bau des Österreichischen Pavillons der Weltausstellung 1967 in Montreal und am Bau der BMW-Zentrale in München (1973) beteiligt. Nach Schwanzers Tod 1975 übernahm Krampf dessen Büro. Sein bedeutendstes Werk in Wien ist das noch gemeinsam mit Karl Schwanzer geplante Universitätszentrum in der Althanstraße (Althanstraße 14, Wien 9, 1976).

Dokumente