Detailinformationen
Adresse
Wällischgasse 10-12, 1030 Wien
Wällischgasse 10-12, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1981 - 1983
Anzahl an Wohnungen
35
Architekt*in
Rudolf Pamlitschka
Wohnungen |
35 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab den 1980er-Jahren bildeten ein neuer Stadtentwicklungsplan und ein Stadterneuerungsfonds die Grundlage für eine sanfte Stadterneuerung Wiens. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten. So konnten die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, saniert werden. Darüber hinaus fanden für Neubauten Wettbewerbe statt, um möglichst viele neue Ideen in die Architektur einzubringen.
Die Wällischgasse ist nach den "Wällischen Gärten" benannt, die sich im Bereich Lechnerstraße zwischen Drorygasse und Hagenmüllergasse befanden. Die Gartenanlagen wurden im Jahr 1445 von der italienischen (= wällischen) Adeligen Aria della Scala den Augustinern geschenkt.
Die Wohnhausanlage liegt am Fuße eines Steilhanges, der noch heute von der frühmittelalterlichen, aus Erde gestampften Befestigungsanlage zeugt, die bereits 1192 als "Ertpurch" Erwähnung fand, als hier Richard Löwenherz gefangen genommen wurde. In ihrem Umfeld entstand schon früh ein bäuerliches Dorf, aus dem das heutige Erdberg hervorging. Bis ins 19. Jahrhundert war die Gegend um den Fiakerplatz von ebenerdigen Hofanlagen geprägt, die zum Teil erst nach 1945 im Zuge der Assanierung durch moderne, mehrgeschoßige Wohnhausanlagen ersetzt wurden.
Architektur und Kunst
Die an der Ecke Wällischgasse/Gestettengasse liegende Wohnhausanlage besteht aus zwei Blöcken. Der fünfgeschoßige Block mit ausgebautem Dachgeschoß in der Wällischgasse beherbergt zwei Stiegen, zu denen man durch einen tief in die Sockelzone eingeschnittenen Eingang gelangt. Rechts davon befindet sich die Zufahrt zur Tiefgarage. Drei Erker gliedern diesen Gebäudeteil; sie setzen über dem Sockelgeschoß an und durchbrechen das Dachgesims.
Ein über sechs Geschoße reichender Erker leitet zum siebengeschoßigen Eckblock in die stark ansteigende Gestettengasse über. Dieser turmartige Block wird über eine Stiege erschlossen und ist in der Wällischgasse bis zum 3. Stockwerk mit einem Erker versehen. Als Ergänzung dazu läuft in der Gestettengasse ein Erker nur über die beiden obersten Geschoße. Ein weiterer Erker ziert die vorspringende und an das Nachbarhaus anschließende Gebäudeachse. Den Erkern sind Blumenwannen vorgelagert, die mittels massiver Betonhaken befestigt sind und dem Wohnbau einen konstruktivistischen Ausdruck verleihen. Nuten ziehen sich über die gesamte Fassade und fassen die Fenster zu Bändern zusammen, zwischen denen eine trapezförmige Musterung weitere Akzente setzt.
Rudolf Pamlitschka - Rudolf Pamlitschka (1920-1999) studierte von 1939 bis 1947 Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Für die Gemeinde Wien plante er vorwiegend in Arbeitsgemeinschaften mehrere Wohnhausanlagen, wie etwa den Anton-Figl-Hof in Wien 14, Hernstorferstraße 22-32 (1956-1958), und die Anlage Markhofgasse 12-18 in Wien 3 (1954-1956). Das Wohnhaus Wällischgasse 10-12 in Wien 3 (1981-1983) entwarf Rudolf Pamlitschka eigenständig.