Detailinformationen
Adresse
Apostelgasse 35, 1030 Wien
Apostelgasse 35, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1981 - 1983
Anzahl an Wohnungen
25
Architekt*in
Norbert Mandl
Wohnungen |
25 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.
Benannt wurde die Gasse 1862 nach den Aposteln Peter und Paul. Sie sind die Namenspatrone der Erdberger Kirche, von der die Apostelgasse bis zur Landstraßer Hauptstraße führt.
Bis 1980 stand an dieser Stelle ein 1851 durch den Baumeister Reumann errichtetes Haus. In historischen Beschreibungen fand der schöne Garten des schlichten zweistöckigen Gebäudes besondere Erwähnung, der wie zur Biedermeierzeit üblich selbst in bescheidenen Wohnverhältnissen Platz fand und einen grünen Rückzugsraum bot.
Architektur und Kunst
Die siebengeschoßige Wohnhausanlage liegt zwischen zwei deutlich niedrigeren Häusern aus dem 19. Jahrhundert. Die Straßenfront wird durch zwei leicht vor die Fassadenflucht gezogene Fensterachsen gegliedert. Sie betonen die Höhe des Gebäudes, die allerdings durch das abschließende, verkröpfte Dachgesims in Grenzen gehalten wird. Zusätzlich strukturieren die unterschiedlichen Fenstergrößen die Fassade, wobei die zentrale Achse durch breitere Fenster markiert wird. Horizontale Akzente setzen die Sohlbankgesimse und die durch die farbliche Gestaltung zu Bändern zusammengefassten Fenster am mittleren Gebäudeteil. Der Zugang zum Stiegenhaus ist wie die Einfahrt zur Garage tief in das farblich abgesetzte Sockelgeschoß eingeschnitten. Die Gliederung der Rückfront erfolgt nach dem gleichen Schema, allerdings sind hier zwei Achsen deutlich als Erker vorgezogen.
Norbert Mandl - Norbert Mandl (1911-2001) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1936 auch promovierte. Für die Gemeinde Wien entwarf er vorwiegend in Arbeitsgemeinschaften mehrere Wohnhausanlagen in den 1950er- und 60er-Jahren, wie etwa die Anlage Zeillergasse 39-43 in Wien 17 (1957/58) und der Karl-Frey-Hof in Wien 15, Hütteldorfer Straße 81a (1953/54). Das 1981 bis 1983 errichtete Wohnhaus Apostelgasse 35 in Wien 3 entstand als eigenständige Arbeit von Norbert Mandl.