Detailinformationen
Adresse
Schlachthausgasse 3, 1030 Wien
Schlachthausgasse 3, 1030 Wien
Schnirchgasse 1-7, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1962 - 1963
Anzahl an Wohnungen
104
Architekt*in
Karl Kupsky
Wohnungen |
104 |
|---|---|
Waschküchen |
3 |
Stiegen |
5 |
Lokale |
7 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Gasse wurde 1862 nach dem städtischen Schlachthaus St. Marx benannt, das 1846 bis 1848 errichtet wurde. Davor bezeichnete man den ehemals am Linienwall entlangführenden Weg als Hohlweggasse. Nach dem Abbruch der Wehranlage und dem Bau der Stadionbrücke um 1870 wurde die breite Schlachthausgasse angelegt.
Ursprünglich führte die Schlachthausgasse nur von der Landstraßer Hauptstraße bis zur Baumgasse. Erst 1873 wurde sie bis zum Donaukanal verlängert, als die Weltausstellung am Wiener Pratergelände den Bau einer neuen Brücke erforderlich machte: der heutigen und mehrmals neu errichteten Stadionbrücke. Die Straße wurde zum Teil über Garten- und Ackerflächen geführt. Auf dem Gelände der Wohnhausanlage waren bis Mitte des 20. Jahrhunderts Gemüsegärten angelegt. Ein an dieser Stelle stehendes, zweigeschoßiges Wohnhaus wurde 1962 abgerissen.
Architektur und Kunst
Die neungeschoßige Wohnhausanlage erstreckt sich über vier Stiegen parallel zum Donaukanal und in einer entlang der Schlachthausgasse ebenerdig angelegten Geschäftszone. Drei Achsen mit Doppelloggien, denen Balkone vorgelagert sind, gliedern die zum Kanal ausgerichtete Rückfront. An den Außenkanten sind jeweils einfache Loggien angeordnet. Die vier dazwischen liegenden, vertikal ausgerichteten Stiegenhausfenster wirken rhythmisierend und werden von Achsen kleiner Fenster flankiert. Die vier Stiegenhauszugänge befinden sich an der zur Stadt gerichteten Seite in jeweils vertieft eingeschnittenen Achsen. Wie an der Rückseite gibt es auch hier Loggien mit vorgelagerten Balkonen. Die gleichmäßig angeordneten Fenster sind mit dezent nach innen versetzten Rahmen (Faschen) versehen.
Karl Kupsky - Karl Kupsky (1906-1984) promovierte 1931 an der Technischen Hochschule Wien. Während des Zweiten Weltkrieges plante er für die NS-Kriegsrüstung den Ausbau der Wiener Leichtmetallwerke in Wien Liesing. Ab 1946 war er Professor an der TH Wien, deren Rektor er 1959 wurde. Nach seinen Entwürfen entstanden unter anderem die Wohnhausanlage Riedenhof in Linz und das Institutsgebäude der chemisch-technischen Fakultät der TU an der Ecke Getreidemarkt/Lehargasse in Wien 4.
Vor der Wohnhausanlage in der Schlachthausgasse steht eine Skulptur der Bildhauerin Margarete Hanusch. Diese stellt ein Mädchen mit Ähren dar, das an die hier einst angelegten Gemüsegärten erinnert.