Detailinformationen
Adresse
Markhofgasse 6, 1030 Wien
Markhofgasse 6, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1959 - 1961
Anzahl an Wohnungen
29
Architekt*in
Hilde Filas
Wohnungen |
29 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
4 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Markhofgasse ist nach Adolf Ignaz Mautner von Markhof (1801 - 1889) benannt. Er war Pächter des Brauhauses St. Marx, das er 1857 kaufte. 1843 stellte er erstmals untergäriges Bier her und lagerte es in neuen Kühlvorrichtungen, womit sein Erfolg gesichert war. Zahlreiche soziale Einrichtungen in Wien wurden von ihm gestiftet.
Das Wohnhaus liegt auf dem Gelände des ehemaligen Erdberger Maiß. Dabei handelte es sich um ein Waldstück (im Volksmund "Mas" = Jungholz), das einst von einem Donauarm in großem Bogen etwa entlang den heutigen Straßenzügen Schlachthausgasse-Baumgasse-Franzosengraben umschlossen wurde und nur über eine schmale Holzbrücke an der Kreuzung Schlachthausgasse/Erdbergstraße zugänglich war. Bereits im 18. Jahrhundert hatten sich auf diesem fruchtbaren Boden Gärtner angesiedelt. Um 1800 wurde der Donauarm trocken gelegt, in der Folge der gesamte Erdberger Maiß gerodet und Gemüsegärten angelegt, die bis nach dem Zweiten Weltkrieg hier bestanden.
Architektur und Kunst
Bestimmendes Element an der schlichten Gebäudefront sind die zwei leicht hinter die Fassadenflucht zurückversetzten Stiegenhäuser. Das umlaufende Dachgesims und die quadratischen Öffnungen im oberen Bereich setzen die turmartig überhöhten Stiegenhäuser vom restlichen Gebäude betont ab und lassen an Kirch- bzw. Wehrtürme denken. Die Putzfelder zwischen den Stiegenhausfenstern sind etwas erhaben und fügen sich in die Fensterreihen der Wohnräume ein, wodurch horizontale Akzente gesetzt werden. Die Fenster sind gleichmäßig und ohne Rahmen in die glatte Fassade eingeschnitten, nur an den äußersten, die Fassade einfassenden, Achsen sind sie kleiner. Die Türlaibungen der beiden Zugänge sind mit massiven Steinplatten ausgekleidet, die zur Rahmung markant vor die Fassadenflucht gezogen sind. Zusätzlich sind die Eingänge in rote Wandfelder eingebettet und mit abstrakten Mosaiken versehen. Die Durchfahrt zum als Parkplatz genutzten Hinterhof befindet sich an der linken Seite. Vier Fensterachsen mit vorgelagerten Balkonen rhythmisieren die ansonsten glatte Hoffassade.
Hilde Filas - Hilde Filas (geb. 1922, ledig Friedrich) studierte von 1943 bis 1948 an der Technischen Hochschule Wien bei Karl Holey, Friedrich Lehmann und Erich Boltenstern. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst unter anderem in den Büros von Viktor Ruczka und Wilhelm Kroupa mit, bevor sie sich 1951 als Architektin selbständig machte. Vor allem Wohnbauten und Kindergärten entstanden nach ihren Entwürfen, wie etwa das Wohnhaus Markhofgasse 6 in Wien 3 und der Kindergarten Schulsteig in Wien 19, der der Architektin ein besonderes Anliegen war. In einer Architektengemeinschaft wurde die Wohnhausanlage Mehlführergasse in Wien 23 von ihr mitgeplant.
Über den beiden Eingängen sind von Oskar Schmal gestaltete Mosaike (1959/60) mit "Byzantinischen Ornamenten" angebracht. Sie zeigen eine Kombination aus Spiral- und Rechteckmotiven.