Detailinformationen
Adresse
Baumgasse 63-65, 1030 Wien
Baumgasse 63-65, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1949 - 1951
Anzahl an Wohnungen
24
Architekt*in
Wilfried Poszpisily
Wohnungen |
24 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Baumgasse ist als Straßenzug bereits im 17. Jahrhundert nachweisbar. 1899 erfolgte die Benennung nach den hier seinerzeit gepflanzten Obstbäumen bzw. nach dem Hauszeichen "Zum grünen Baum".
Die Baumgasse war bis ins 19. Jahrhundert nur sehr dünn besiedelt. Ihre Benennung verweist auf die Obstgärten und Baumschulen, die hier angelegt waren. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die zum Teil noch sehr dörfliche Verbauung mit ebenerdigen Höfen durch moderne, mehrgeschoßige Wohnbauten ersetzt.
Architektur und Kunst
Der schlicht gerahmte Eingang zu dem acht Fensterachsen umfassenden Bau ist aus der Mitte nach rechts, direkt unter eine Fensterachse gesetzt. Die Erdgeschoßzone ist durch vertikale und horizontale Nuten in Rechteckige Rechtecke zergliedert, wodurch der Anschein einer Plattenverkleidung entsteht. Über einem Gesimsband erhebt sich die glatte Front der fünf Obergeschoße, in die die Fenster, mit einem schlichten Fensterbrett versehen, eingeschnitten sind. Eine Gliederung erfährt die Fassade nur durch zwei seitlich gelegene Achsen mit breiteren Fenstern. Wie die Straßenfassade ist auch die Hofseite nicht ganz symmetrisch durchgestaltet. Die mittig gelegene Achse mit den Stiegenhausfenstern ist leicht hinter die Fassade zurückgesetzt und turmartig überhöht. In dieser Achse befindet sich auch der Zugang zum Hof. Links davon sind zwei breite und eine schmale Fensterachse in die Fassade eingelassen, während es rechts vom Stiegenhaus zwei schmale und eine breite Fensterachse gibt.
Wilfried Poszpisily - Wilfried Poszpisily (1904-1966) studierte zunächst ab 1924 Bauingenieurswesen an der Technischen Hochschule Wien und im Anschluss bis 1931 ebendort Architektur. Als Architekt war er im Zuge des Wiederaufbaus vor allem im Bereich Wohnbau tätig. Für die Gemeinde Wien plante Wilfried Poszpisily unter anderem die Wohnhäuser Baumgasse 63-65 in Wien 3 (1949-1951) und Graffgasse 12 in Wien 10 (1961/62).