Detailinformationen
Adresse
Schützengasse 27-29, 1030 Wien
Schützengasse 27-29, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1966 - 1968
Anzahl an Wohnungen
37
Architekt*in
Josef Ludwig Kalbac
Wohnungen |
37 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Benannt wurde die Gasse nach dem Gasthaus "Zur Schutzen", das als Hausschild ein Maria-Schutz-Bildnis trug.
Die Schützengasse befindet sich auf dem Gebiet des größten römischen Leichenfeldes der Zivilstadt Vindobona, das sich entlang des Rennweges von der Oberzellergasse bis zur Ungargasse erstreckte.
An der Stelle des Wohnhauses befanden sich früher die "Öffentlichen gewerblichen Berufsschulen für Gast- und Fleischergewerbe". Diesen Schulen oblag die Ausbildung der Bäcker, Fleischhauer, Fleischselcher, der Angehörigen der Gast- und Schenkbetriebe, der Köche, Müller und Zuckerbäcker.
Architektur und Kunst
Wie sein Vorgängerbau ist auch das sechs Geschoße umfassende Wohnhaus deutlich von der Straße zurückversetzt. Dadurch entsteht ein schmaler begrünter Vorplatz, der von zwei breiten, vorgezogenen Loggienachsen begrenzt wird, die an die Baulinie der Nachbargebäude anschließen. Die glatte, mit Efeu überwachsene Gebäudefront wird von Achsen unterschiedlicher Fenstergrößen strukturiert. Die kleinen, quadratischen Fenster markieren die Sanitärräume. Hingegen lässt sich an der Größe der restlichen Fenster nicht die Raumfunktion ablesen. Besondere Akzente werden durch die französischen Fenster gesetzt, wobei die zwei zentralen Achsen eine Fassadenmitte suggerieren, die jedoch durch eine zusätzliche Fensterachse links davon nicht gegeben ist. Unterhalb der linken Loggienachse ist die Durchfahrt zum als Parkplatz dienenden Hinterhof eingeschnitten. Von hier werden die Wohnungen über zwei vorgezogene Stiegenhaustürme erschlossen. Das ausgebaute Dachgeschoß erhöht die Fassade im Vergleich zur Straßenfront um eine Fensterreihe.
Josef Ludwig Kalbac - Josef Ludwig Kalbac (1902-1980) studierte nach Abschluss einer handwerklichen Lehre bei Oskar Strnad an der Kunstgewerbeschule Wien Architektur. Als gelegentlicher Mitarbeiter im Büro Josef Hoffmanns war er unter anderem an den Inneneinrichtungen von dessen Reihenhäusern in der Wiener Werkbundsiedlung (1931/32) beteiligt und errichtete gemeinsam mit Hoffmann einen Wohnbau für die Gemeinde Wien im 5. Bezirk in der Blechturmgasse 23-27. Neben industriellen Holzhäusern für eine Wohnsiedlung in Wien Schwechat 1940/41 entstanden auch zahlreiche Projekte für Einfamilienhäuser und Siedlungen; im Jahr 1948-51 errichtete Josef Kalbac den Gemeindebau in der Malfattigasse 27-31.